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Haute Couture: Alle Mode-Wege führen nach Paris

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
today 25.01.2018
Lesedauer
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Die Pariser Couture ist wirklich die United Nations of High Fashion. Keine andere Woche bringt so unterschiedliche Ideen, experimentelle Mode und vielfältige Talente aus weit entfernten Nationen zusammen.

Elie Saab - Frühjahr/Sommer 2018 - Haute Couture - Paris - © PixelFormula


Keines der großen Pariser Couture-Häuser wird von einem französischen Art Director geleitet. In dieser Saison wurden auf oder abseits des offiziellen Veranstaltungskalenders fast zwei Dutzend Länder von Couturiers in Paris vertreten – mit einer immensen Bandbreite an Mode. Eine Saison, die geprägt ist von handwerklicher Besessenheit, einer verwirrenden Vielfalt an Einflüssen und vor allem von der Wiederbelebung des poetischen Stils.

Die viertägige Saison ist auch ein riesiger Magnet für ernstzunehmende Modeprofis. Über 500 Medien haben sich für die Akkreditierung bei der Federation de la Haute Couture et du Prêt-à-Porter, dem Dachverband der französischen Modebranche, in einer Woche mit zahlreichen Begleitveranstaltungen angemeldet. Diese begannen am Sonntag, einen Tag vor Beginn der offiziellen viertägigen Couture-Saison, mit Pre-Collection-Shows von legendären Marken wie Hermès und Miu Miu, sowie Insider-Partys wie einem Privatkonzert von Rita Ora für die sehr beliebte Parfümmarke Kilian.

Die Action-reiche Woche beinhaltete die Eröffnung der Azzedine Alaia "Je Suis Couturier"-Ausstellung des verstorbenen tunesischen Modegenies, Armani und L'Oréal inszenierten eine "Si Passione"-Parfümparty im Palais de Tokyo, wo Olga Kurylenko, die in der Stadt einen neuen französischen Film dreht, den Moment stahl, Atelier Swarovski lancierte neue Brillen bei einem Abendessen im Crillon und Diamantenhändler De Beers empfing Dutzende von Fachjournalisten bei Caviar Kaspia.

A.F. Vandevorst - Frühjahr/Sommer2018 - Haute Couture - Paris


Hermès und Miu Miu präsentierten jeweils eine hochglanzpolierte Herbst-Vorkollektion: für den Pferdesport im Hauptsitz von Hermès, welcher sich in einen Waldboden verwandelte, und eine edgy intellektuelle Herbstkollektion bei Miu Miu.

Nirgends war Couture poetischer als bei Givenchy, einem Haus, das von dem vornehmen Aristokraten Hubert de Givenchy gegründet wurde und das Debüt der in Großbritannien geborenen Clare Waight Keller erlebte. Ihre dunkelromantische Vision – fast monastisch und sogar religiös – hob eine weitere große Pariser Stärke hervor. Die schiere Schönheit der Architektur war zu bewundern in einem riesigen neoklassizistischen Herrenhaus, dem Nationalarchiv, in dem die Show stattfand.

Während Christian Dior, Valentino und Chanel allesamt durch und durch schicke Shows inszenierten, verdeutlichten sie die schiere Brillianz ihrer Ateliers und Bühnenbildner. Von einem bezaubernden Nachbau eines Versailles Gartens bei Chanel – in dem Rita Ora in der ersten Reihe in einem Kapuzen-Jumpsuit saß – bis zum surrealistischen Set von Dior; das Haus organisierte im Anschluss großzügig einen fabelhaften Late-Night-Ball. Couture wird niemals aufhören, uns zu verblüffen.

"Haute Couture ist lebendig und wohlauf und lebt in Paris", argumentierte Pascal Morand, Exekutivdirektor der Föderation. Seiner Ansicht nach treiben drei Schlüsselelemente die Renaissance der Couture an. "In unserer Zeit gibt es Trends jenseits der Mode, die zählen. Einer ist der Begriff des Savoir-Faire, der mehr und mehr geschätzt, erkannt und gesucht wird. Mit Couture bekommen die Menschen diese sinnliche Erfahrung in der Mode. Dann gibt es die Idee der Personalisierung; ein Aspekt, den sich viele Menschen wünschen. Schließlich gibt es die Suche nach der Einzigartigkeit, und das sieht man in der Couture mehr als in irgendeinem anderen Bereich der Mode. In der Tat, je mehr die digitale Revolution praktisch alles leicht verfügbar macht, desto mehr gleichen diese drei Eigenschaften diesen Trend aus. Und deshalb ist Couture eine absolute Verkörperung bestimmter entscheidender Werte. Und darum ist sie absolut nicht passé, sondern stellt den zukünftigen Horizont der Mode dar", erklärte Morand philosophisch.
 
Nicht, dass die Föderation das Internet ignoriert hätte. Tatsächlich hat der Instagram-Account der Paris Fashion Week täglich tausende Follower gewonnen und wird diese Woche die 150.000 knacken, unterstützt durch die kürzliche Verbindung mit der geschäftigen New Yorker Trendsetterin Tina Leung.

Die Saison stellt auch eine Gelegenheit dar, Couturiers zu entdecken, die ihre Botschaften nach sehr strengen Regeln reduzieren. Nehmen Sie den venezianischen Designer Giovanni Bedin, der im Musée des Arts Décoratifs kaum ein Dutzend Looks präsentierte. Jeder Look war eine Neuinterpretation des Matrosenshirts, wenn auch dekonstruiert und neu erfunden, und fast wie Bustiers, die als Oberbekleidung getragen wurden.

Zwei Tage später, an der Ecke des berühmtesten protestantischen Tempels in Frankreich, stellte A. F. Vandervorst eine nächtliche Jeanne d'Arc vor, bekleidet mit khakifarbenen Militärhemden und -jacken, die in erhabene Blusen verwandelt wurden. Die Marke feierte ihr 20-jähriges Jubiläum mit 40 Neuinterpretationen ihrer oft konzeptuellen Kleidung. Ob außergewöhnliche Westen aus recycelten Sätteln oder Westen aus Lederjagdgürteln.

"Warum zeigen wir in Paris Couture? Weil es die Freiheit von Mode darstellt!", rief der Designer Filip Arickx zusammen mit seiner Ehefrau und Partnerin An Vandevorst.

Givenchy - Frühjahr/Sommer 2018 - Haute Couture - Paris - © PixelFormula


Eine Nation, die eine große Couture-Woche erlebte, war der Libanon. Deren berühmtester Couturier Elie Saab enthüllte kraftvolle Bilder mit Bezug auf Paris selbst. In seinem Fall die berühmte Periode von "Paris Est Une Fête", dem französischen Äquivalent des Jazz-Zeitalters. Das Ergebnis: Ein Hauch von Federn, Kleidern und Fantasie im Geiste von Josephine Baker. Wenig später präsentierte sein Landsmann Zuhair Murad die schönste Show seiner Karriere: eine Comanche-Kollektion, deren sexy, prickelnde und luxuriöse Squaws begeisterten Beifall ernteten.

In diesem Jahr kamen Talente aus der ganzen Welt zusammen: Kim Ellery kam aus Australien mit einer eleganten Kollektion, die entlang der Seine präsentiert wurde. Was die dänische und koreanische Designerin Hyun Mi Nielsen betrifft, hat ihre Verwendung von geborgenen Materialien – Muscheln, Glocken, Denim-Tropfen, alte gesteppte Tagesdecken – Bewunderung hervorgerufen. Die Kollektion namens "Mensch" ist inspiriert von Lumpensammlern: Das Ziel war es, "im Staub nach Würde zu suchen". Mit Erfolg.
 
"Viele unserer talentiertesten Designer sind zur Haute Couture gekommen, aus dem einfachen Grund, dass Ready-to-Wear-Mode viel zu kommerziell geworden ist. Im Couture-Bereich entwickeln sie ein Couture-Kunsthandwerk, mehr handwerklich und kreativ. Sie finden eine kreative Freiheit und viel mehr Sichtbarkeit", sagt Kuki de Salvertes, dessen PR-Agentur Totem während der Couture Modewoche elf unabhängige Häuser betreute, darunter auch Hyun Mi Nielsen. "Nur in Paris finden wir Talente, die bereit sind, die Ozeane zu überqueren, um ihre Ideen, ihr Know-how und ihre Kunst zu zeigen. Die heutige Couture erinnert mich an die Energie und Kreativität der Designer der 70er- und 80er-Jahre."

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