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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
22.01.2018
Lesedauer
3 Minuten
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Haute Couture: Auftakt am Montag

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
22.01.2018

Nach den Menswear-Wochen in London, Mailand und Paris fiel am Montag in der französischen Hauptstadt der Startschuss zur letzten Etappe des ersten Modemarathons des Jahres: Die Haute-Couture-Woche. Das Programm ist dieses Jahr besonders vielversprechend, nehmen doch seit ein paar Saisons immer mehr Nachwuchs- und RTW-Marken an der Veranstaltung teil. Die Shows der Haute Couture finden zeitlich vor den Womenswear-Schauen statt und garantieren den Marken so einen exklusiveren Rahmen und eine größere Sichtbarkeit. So kündete beispielsweise Olivier Rousteing an, an der Haute-Couture-Woche 15 Looks für Balmain präsentieren zu wollen.


Die Show von Chanel am Dienstag ist eines der Highlights der Woche - © PixelFormula


Zeichen dieses steigenden Interesses sind die vielen Label, die abseits der Veranstaltung defilieren, einige davon schon am Sonntag. Mehrere dieser Nachwuchsmarken waren zunächst an den Womenswear-Schauen zu sehen. Einige davon, so beispielsweise die niederländische Designerin Esther Louise Dorhout Mees, haben sich neu auf die Couture ausgerichtet. Andere, wie die australische Marke Ellery, die am Donnerstag erstmals an der Haute-Couture-Woche defiliert, entschlossen sich für diesen Schritt, um die Verkaufszahlen besser einzuschätzen und die Produktion entsprechen anpassen zu können.

Das offizielle viertägige Rahmenprogramm für die Frühjahrs-/Sommerkollektionen 2018 umfasst 33 Modehäuser, im Juli waren es 37. Neben Branchen-Schwergewichten wie Dior, Chanel, Armani, Valentino und Elie Saab, dürfte die Show von A.F. Vandevorst am Donnerstag, 25. Januar im Oratoire du Louvre zu einem der Höhepunkte der Woche werden. Die Gründer und Kreativdirektoren der belgischen Marke, An und Filip Vandevorst, kündigten zur Feier des 20. Jubiläums der Marke eine "einzigartige Darbietung" an.

Im Rampenlicht dürften auch zwei altbekannte Namen stehen, die in dieser Saison ihr Comeback feiern: Givenchy und Christophe Josse, der als Ehrengast zurückkehrt. Josse gründete 2011 seine eigene Ready-to-Wear-Kollektion und arbeitete an verschiedenen Projekten, darunter auch eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Konzern Klova. Das Modehaus Givenchy seinerseits befindet sich im Umbruch, seit Clare Waight Keller im Mai 2017 die Führung übernommen hat. Das Pariser Luxuslabel entschied sich deshalb im vergangenen Juli gegen eine Teilnahme an der Haute-Couture-Woche.

Der marokkanisch-stämmige Designer Noureddine Amir, der ursprünglich als Ehrengast die Abschlussshow übernehmen sollte, steht nicht mehr im definitiven Programm.


Das australische Label Ellery defiliert erstmals am Rande der Haute-Couture-Schauen - © PixelFormula


Zu den Abwesenden zählen außerdem fünf Modehäuser: Maurizio Galante zog es vor, im Juli eine einzigartige Präsentation zu organisieren, Fendi zeigt seine "Haute Fourrure"-Pelzwaren-Show im Juli und Adeline André sagte ihre Teilnahme ebenfalls ab. Francesco Scognamiglio seinerseits entschloss sich für das 20. Jubiläum der Marke für ein besonderes Event in Rom am 28. Januar, im Rahmen der italienischen Woche Altaroma. Das amerikanische Label Rodarte, das der New York Fashion Week im vergangenen Sommern den Rücken kehrte, um seine Kollektion an der Couture-Woche in Paris zu zeigen, verzichtet dieses Mal auf eine Show. Die Kollektion wird während der Haute-Couture-Woche im Showroom der Marke in Paris gezeigt.

Eine weitere amerikanische Marke, die sich im vergangenen Juli für Paris entschied, bleibt der Veranstaltung im Januar treu: Proenza Schouler präsentiert ihre Kollektion am Eröffnungstag der Haute-Couture-Woche zwischen den Schauen von Christian Dior und der beiden Australier Ralph & Russo.<<<8>>> 

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