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Henkel Beauty Care passt sich neuen Marktgegebenheiten an

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 13.12.2017
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Gesundheits- und Schönheitspflegeprodukte sind in französischen Supermärkten weiterhin auf Talfahrt. Seit Jahresbeginn sank die wertmäßige Entwicklung der Verkäufe laut Angaben des Forschungsunternehmens IRI um 2,5 Prozent auf EUR 2,65 Milliarden. Diese Schmälerung lässt sich einerseits durch die steigende Bedeutung anderer Verkaufskanäle (insbesondere der Onlinehandel und über Discounter) erklären. Doch in erster Linie sei ein Rückgang des Verbrauchs durch das Aufkommen eines bewussten und "vernünftigen" Konsums mit Rückgriff auf "sichere" Produkte für die Entwicklung verantwortlich.


Henkel


"Der Beautymarkt ist schwierig", sagt Delphine Eldin, Marketingchefin von Henkel Beauty Care. "Seine Zukunft hingegen ist weiterhin vielversprechend, nicht zuletzt angesichts der neuen digitalen Möglichkeiten. Es gilt nun, diese neuen Regeln und Codes zu verstehen". Im Beauty Care-Geschäft verlor Henkel seit Jahresbeginn 0,4 Prozent der Marktanteile in Großmärkten und Supermärkten, der Konzern kontrolliert nun 9,3 Prozent dieses Markts. Um den Verkauf wieder anzutreiben und der Beauty-Sparte im Großhandel neuen Schwung zu verleihen, überarbeitet der Mutterkonzern von Fa, Schwarzkopf und Diadermine verschiedene Produktreihen.

Um den Wünschen der Kunden nach gesunden, natürlichen Produkte gerecht zu werden, positioniert sich Henkel 2018 im "Free From"-Segment. Es handelt sich um Produkte, in deren Zusammensetzung keine umstrittenen Substanzen einfließen. Schwarzkopf, die viertgrößte Haarpflegemarke in Frankreich, führt im Januar mit Beology eine neue Produktreihe ein, für die Meeressubstanzen verwendet werden. Mehrere der 14 Produkte enthalten weder Sulfate, Silikon, noch Paraben. Auch Lift+ von Diadermine setzt auf diese Kategorie mit einem transparenteren Angebot und neuen Rezepturen ohne Paraben.

Weitere Neuerung bei Henkel ist der verstärkte Fokus auf natürliche Produkte, in erster Linie mit der schwedischen Marke Bernängen. Das 1868 gegründete Unternehmen gehört seit zwei Jahren zum Henkel-Konzern. Seit Oktober 2017 werden die Produkte von Bernängen in Frankreich exklusiv von der Supermarktkette Monoprix geführt. Kernelement von Bernängen ist der Einsatz von nordischen Beautyritualen und typisch schwedischen Ingredienzen wie Hafer, Holunderblüten und Moltebeeren. Im Januar soll das Produktangebot auch von anderen Verkaufsstellen vertrieben werden.

Im Fokus des Konzerns steht auch die Erweiterung des Kundenstamms. Insbesondere im Bereich Gesichtspflege sollen neue Konsumenten gewonnen werden. Hier verlor Henkel 2,9 Prozent an Umsatz und 350 000 Kunden in ganz Frankreich. Im Januar erfolgt der Produktlaunch der neuen Diadermine-Reihe Hydralist, die sich an "Millennials" richtet. Das Angebot umfasst auch Pflegeprodukte für Männer und stützt sich auf neue Schönheitsrituale.
 

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