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DPA
Veröffentlicht am
25.02.2016
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Henkel will Rekordkurs 2016 fortsetzen

Von
DPA
Veröffentlicht am
25.02.2016

Der Konsumgüterhersteller Henkel will mit einem Rekordergebnis im Rücken im laufenden Jahr weiter zulegen. Das wirtschaftliche und politische Umfeld werde aber weiterhin schwierig blieben, sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted am Donnerstag laut Mitteilung. Im vergangenen Jahr hatte die sich abschwächende chinesische Wirtschaft beim Klebstoffgeschäft für einige Holperer gesorgt. Alles in allem hinterlässt Rorsted seinem designierten Nachfolger Hans Van Bylen ein gut bestelltes Haus.

Der jetzige Kosmetik-Vorstand Van Bylen wird zum 1. Mai die Leitung des Traditionsunternehmens übernehmen.


Aus eigener Kraft will Henkel 2016 beim Umsatz um 2 bis 4 Prozent wachsen, der Gewinn je Aktie soll zwischen 8 und 11 Prozent steigen. Auch operativ soll es weiter aufwärts gehen. Die Aktie verlor zum Handelsauftakt knapp ein Prozent an Wert, während der Dax gut ein Prozent zulegte.

Henkel kann vor allem auf starke Marken wie Persil, Schwarzkopf oder Loctite bauen. Im vergangenen Jahr machten die zehn wichtigsten Marken im Henkel-Reich über 60 Prozent des Umsatzes aus. Dieser legte angetrieben vom starken US-Dollar sowie Zukäufen konzernweit um 10 Prozent auf 18,1 Milliarden Euro zu. Aus eigener Kraft wuchs der Konzern allerdings nur um 3 Prozent. Zulegen konnte der Konzern mit allen drei Töchtern. Am besten lief es für Henkel bei den Wasch- und Reinigungsmitteln, die ihren Umsatz organisch um knapp 5 Prozent steigerten.

Neu eingeführte Produkte wie ein Männer-Shampoo oder neue Deo- und Duschvarianten kurbelten das Wachstum im Kosmetik-Geschäft an. Das Plus von 2,1 Prozent ging dabei auf das Konto der Schwellenländer sowie Nordamerika zurück. In Westeuropa machten der Preiskampf und der starke Wettbewerb dem Hersteller zu schaffen. Die wichtigste Sparte ist für Henkel das Klebstoffgeschäft, das organisch um 2,4 Prozent wuchs. Die Tochter ist allerdings stark von der Nachfrage aus der Industrie abhängig. Henkel hatte im Jahresverlauf weltweit daher 1200 Stellen abgebaut.

Auftrumpfen konnte Henkel beim Gewinn. Preiserhöhungen, Kostensenkungen und auch niedrigere Rohstoffpreise halfen dem Konsumgüterkonzern dabei auf die Sprünge. Operativ verbesserten sich die Düsseldorfer um knapp 13 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Der auf die Anteilseigner entfallende Überschuss kletterte um 18 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Davon sollen auch die Aktionäre etwas haben. Die Dividende will Henkel um gut 12 Prozent auf 1,47 Euro je Vorzugsaktie und 1,45 je Stammaktie erhöhen.

Bei Henkel steht in diesem Jahr ein Führungswechsel an. Der jetzige Kosmetik-Vorstand Van Bylen wird zum 1. Mai die Leitung des Traditionsunternehmens übernehmen. Rorsted wird nach acht Jahren an der Firmenspitze Düsseldorf verlassen und im Sommer zum Sportartikelhersteller Adidas wechseln, wo er wenige Monate später die Nachfolge von Vorstandschef Herbert Hainer antritt.

Rorsted wurde 2008 Henkel-Chef und hat in seiner Amtszeit den Umsatz um vier Milliarden Euro nach oben getrieben und das operative Ergebnis verdoppelt. Das von ihm ausgegebene Ziel, den Konzernumsatz bis Ende 2016 auf 20 Milliarden Euro zu steigern, dürfte Henkel allerdings nicht schaffen. Den Berechnungen der Analysten zufolge werden die Erlöse im laufenden Jahr nur auf 18,7 Milliarden Euro steigen.
 

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