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Veröffentlicht am
24.04.2012
Lesedauer
2 Minuten
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Hugo Boss auch im 1. Quartal auf Wachstumskurs

Von
DPA
Veröffentlicht am
24.04.2012

METZINGEN (dpa-AFX) - Der Modekonzern Hugo Boss hat seinen Wachstumskurs im ersten Quartal fortgesetzt. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis sind in den ersten drei Monaten des Jahres zweistellig gewachsen, schätzen Analysten. Der Konzern dürfte von daher auf gutem Weg sein, seine selbst gesteckten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Hugo Boss wird am Donnerstag (26. April) seine Zahlen vorlegen.


Boss Orange, Frühjahr 2012 - Foto: Hugo Boss


Die neun von dpa-AFX befragten Experten erwarten einen Umsatzanstieg von gut zehn Prozent auf 596 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird bei 150 Millionen Euro erwartet nach 132 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich dürften 95 Millionen Euro stehen. Im Vorjahr hatte der Überschuss 84 Millionen Euro betragen.

Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs hatte bereits Mitte März gesagt, die Nachfrage nach hochwertiger Mode sei ungebrochen. Die Gruppe zahlungskräftiger Kunden werde ungeachtet der Schuldenkrise eher größer als kleiner. Potenzial sieht der Konzern vor allem in Asien und den USA, wo der Konzern auch im ersten Quartal zugelegt haben dürfte. Die Experten halten aber auch das Wachstum in Europa weiterhin für intakt. Vor allem in Deutschland, dem nach wie vor wichtigsten Einzelmarkt für den Edelschneider, ist Hugo Boss weiterhin gefragt. Einen positiven Effekt auf den Europa-Umsatz dürften auch die im vergangenen Jahr übernommenen Geschäfte des britischen Partners Moss Bros haben.

Da Hugo Boss statt wie früher zwei inzwischen vier Kollektionen pro Jahr anbietet, sollten sich auch die Umsatzbeiträge der einzelnen Quartale etwas verschoben haben, schätzt die Berenberg Bank. Traditionell seien das erste und das dritte Quartal sehr stark vom Großhandel dominiert gewesen. Inzwischen wird aber auch der Absatzkanal über eigene Geschäfte für Hugo Boss immer wichtiger. Die Metzinger gehen da einen Weg, den auch andere Anbieter von Premium- und Luxusmode eingeschlagen haben. Der eigene Einzelhandel ist in der Regel profitabler und erlaubt eine schnellere Reaktion auf Trends. Hugo Boss habe es aber zudem verstanden, maßgeschneiderte Geschäftskonzepte für verschiedene Städte und Regionen zu erstellen, schreibt JP Morgan. Mittelfristig will Hugo Boss über die Hälfte des Umsatzes über eigene Geschäfte bestreiten.

Für das laufende Jahr peilt das vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Unternehmen einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von bis zu zehn Prozent an, das operative Ergebnis soll noch deutlicher zulegen. Auch das Konzernergebnis soll zunehmen. Bis 2015 will Hugo Boss seine Erlöse auf 3 Milliarden Euro (2011: 2,1) steigern und das operative Ergebnis auf 750 Millionen Euro (2011: 469)./she/fn/stk

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