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Veröffentlicht am
01.11.2011
Lesedauer
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Hugo Boss wächst im dritten Quartal weiter zweistellig

Von
DPA
Veröffentlicht am
01.11.2011

Der Modekonzern Hugo Boss ist auch im dritten Quartal aus Sicht von Analysten zweistellig gewachsen. Nachdem bereits Konzerne wie Burberry oder LVMH von einer ungebrochenen Lust auf hochwertige Mode und Accessoires berichtet haben, sollten auch die Geschäfte bei Hugo Boss ungeachtet der Schuldenkrisen in den USA und Europa glänzend gelaufen sein. Das vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Unternehmen will am Mittwoch (2. November) seine Geschäftszahlen vorlegen.

Hugo Boss
Boss Black 2011/2012 Klassiker

Die acht von dpa-AFX befragten Analysten rechnen für die Monate Juli bis September im Schnitt mit einem Umsatzzuwachs von rund zwölf Prozent auf gut 600 Millionen Euro. Gegenüber dem ersten Halbjahr würde dies aber eine Abschwächung des Wachstums bedeuten. Dies liegt unter anderem daran, dass Hugo Boss wieder gegen stärkere Vergleichswerte aus dem Vorjahr anlaufen muss. Zudem wurde das Gemeinschaftsunternehmen mit der chinesischen Rainbow Group im dritten Quartal 2010 erstmals konsolidiert. Analysten sehen aber auch negative Währungseffekte durch den schwächeren US-Dollar im Vergleich zum Euro. Positiv dürfte sich hingegen der Beitrag der erst in diesem Jahr übernommenen britischen Franchisegeschäfte von Moss Bros auswirken.

Hugo Boss wächst derzeit am stärksten in Asien und den USA, und in beiden Märkten sieht das Management auch weiterhin Nachholbedarf. Um näher an den Endverbraucher zu rücken, wandelt sich der Modekonzern auch zunehmend zum Einzelhändler und baut das Netz eigener Filialen kontinuierlich aus. Davon verspricht sich das Unternehmen nicht nur eine schnellere Reaktion auf die Wünsche der Kunden. Der eigene Einzelhandel ist auch lukrativer, da Zwischenhändler wegfallen.

Für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erwarten die Experten einen Wert von 174 Millionen Euro (Vorjahr: 149,8). Vor Zinsen und Steuern wird mit einem Ergebnis (EBIT) von 153 Millionen Euro (Vorjahr: 128,6) gerechnet. Unter dem Strich sollte das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter um 23 Prozent auf 114 Millionen Euro gestiegen sein.

Nach einem starken zweiten Quartal hatte Hugo Boss im Sommer seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben und erwartet für 2011 nun einen Zuwachs beim Konzernumsatz von währungsbereinigten 15 bis 17 Prozent. Das bereinigte EBITDA soll um 25 bis 30 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr.

Einen Einblick in die weitere Strategie des Unternehmens erwarten sich die Analysten weniger bei der Vorlage der Quartalszahlen als vom Investorentag, der in der darauf folgenden Woche (8. November) stattfindet. Dies wäre ein guter Zeitpunkt, die mittelfristige Prognose anzuheben, schreibt beispielsweise die Berenberg Bank. Spätestens bei der Vorlage der Jahresbilanz sei dies fällig. Das angepeilte Ziel von 2,5 Milliarden Euro Umsatz und einer EBITDA-Marge von 20 Prozent bis 2015 erscheint auch anderen Experten zu konservativ.

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