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Jil Sander: "Mode soll uns auch für die Aufgaben stärken, die vor uns liegen"

Veröffentlicht am
24.11.2017
Lesedauer
3 Minuten
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Im Rahmen ihrer weltweit ersten Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main hat Jil Sander mit FashionNetwork.com gesprochen. Ein Interview über Minimalismus als Markenzeichen, die Gegenwart der Modebranche und Ratschläge für junge Designer. 

FashionNetwork.com: Frau Sander, was bedeutet es für Sie, Ihre Arbeiten nach so vielen Jahren erstmals in einer Ausstellung zu sehen? Wie war es überhaupt für Sie, die eigenen Designstücke im Vorfeld wieder zu entdecken? 

Jil Sander: Da ich mich nie sehr mit der Vergangenheit beschäftigt habe, gab es kein großes Archiv meiner vergangenen Entwürfe. In erster Linie ist mir meine vergangene Arbeit jetzt in Kampagnenfotos und Laufsteg-Videos wiederbegegnet. Auch wenn das, was man auf dem Laufsteg sieht, nicht unbedingt den tatsächlichen Verkauf abbildet, muss ich doch sagen, dass sich Jil Sander im Rückblick nicht auf den gut geschnittenen Hosenanzug für Frauen reduziert. Unsere Linie war von Anfang an sehr feminin, auf leicht androgyne Weise.

Die Flakons ihrer Düfte spielen in der Jil-Sander-Ausstellung eine wesentlich Rolle.. - Museum für Angewandte Kunst


FNW: Hat sie das Marken-Profil aus Minimalismus und kühlem Purismus mit allen entsprechenden Erwartungen irgendwann auch einmal gestört? 

Jil Sander: Der Jil Sander-Purismus war gar nicht so kühl, schon die Stoffe haben in ihrer oft eigens entwickelten Qualität und Struktur viel Sorgfalt und Liebe ausgestrahlt. Und auch, was die Schnitte und Silhouetten betrifft, waren sie nie minimalistisch. Wenn Sie die Laufsteg-Videos anschauen, dann sehen Sie skulpturierte, dreidimensionale Formen und oft überraschende, die Sehgewohnheiten herausfordernde Proportionen. Auch in der Verarbeitung, den Nähten, den Futter- und Wattierungskonstruktionen herrschte handwerkliche Opulenz.

FNW: Was hat sich aus Ihrer Sicht an der Modebranche in den letzten Jahren fundamental geändert?

Jil Sander: Die Digitalisierung hat die Mode fundamental verändert. Ihre Zyklen sind auf einen Wochenrhythmus geschrumpft. Das bedeutet, dass größere Neuentwürfe, wie sie früher die halbjährigen Kollektionen vorstellten, heute nicht mehr ins Gewicht fallen. Außerdem hat die Globalisierung mit ihren gigantischen neuen Käufergruppen den Geschmack beeinflusst. Vintagemode, die uns als Rückschritt erscheinen mag, ist für diese Konsumenten etwas Unverbrauchtes. Das beeinflusst auch den Stil der westlichen Mode.

Blick in die Frankfurter Ausstellung. - Museum für Angewandte Kunst


FNW: Sie waren 1983/84 an der Wiener Hochschule für Gestaltung als Professorin tätig. Was wäre Ihr Rat an einen jungen Modedesigner heute? 

Jil Sander: Sich auf die wesentlichen Erfordernisse der Bekleidung zu besinnen und sich einen Begriff vom Zeitgeist zu machen, ohne die Zukunftsdimension aus den Augen zu verlieren. Denn Mode soll uns auch für die Aufgaben stärken, die vor uns liegen.

Jungen Designern rät Sander,sich auf die wesentlichen Erfordernisse der Bekleidung zu besinnen. - Museum für Angewandte Kunst


FNW: Verfolgen Sie heute noch, was mit der Marke 'Jil Sander' passiert und haben Sie zuletzt Notiz von den Entwürfen von Luke und Lucie Meier in Mailand genommen? Wie ist Ihre Meinung zur Ära Rodolfo Paglialunga? 

Jil Sander: Ich urteile ungern über Kollegen, aber die Marke 'Jil Sander' nehme ich weiter mit großem Interesse wahr.

FNW: Planen Sie künftig ev. weitere ausgewählte Projekte wie zuletzt mit der "Welt" oder dem "ZEIT Magazin"? 

Jil Sander: Wenn sich die Gelegenheit ergibt und das Projekt interessant ist, wäre ich nicht abgeneigt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Mai 2018 zu sehen. Nach Angaben der Museumsleitung ist das Interesse in den ersten Wochen enorm hoch gewesen. Vor allem an den Wochenenden müsse mit Verzögerungen und Warteschlangen gerechnet werden.  

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