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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.04.2018
Lesedauer
2 Minuten
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John Targon verlässt Contemporary-Linie von Marc Jacobs

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.04.2018

Nach nur drei Monaten als Kreativdirektor der Contemporary Collection von Marc Jacobs International wirft John Targon das Handtuch.

John Targon verlässt Marc Jacobs - Twitter


Die Gerüchteküche in den US-Medien brodelt: Der soeben eingestellte Designer John Targon, Mitbegründer des Labels Baja East, verabschiedet sich bereits wieder von Marc Jacobs. Die Information wurde von einem Sprecher des Mutterkonzerns der New Yorker Marke, LVMH, bestätigt.

"John Targon ist ein begabter Designer und wir schätzen die Arbeit, die er hier für uns geleistet hat", wurde der Luxuskonzern am Mittwochabend in den amerikanischen Medien zitiert. "Letztlich ergab die Zusammenarbeit für die Marke jedoch keinen Sinn und wir wünschen ihm für die Zukunft viel Erfolg".
Weder John Targon noch Marc Jacobs waren für einen Kommentar erreichbar.

Der Designer wurde erst am 2. Februar von Marc Jacobs CEO Eric Marechalle eingestellt. Er übernahm die kreative Verantwortung über die Contemporary-Linie, womit er das Markenangebot im erschwinglicheren Preissegment überblickte.

John Targon ist nicht zuletzt als Mitbegründer des sportlichen Labels Baja East bekannt, das er mit Scott Studenberg führte. Zuvor arbeitete er unter anderem bei Burberry als Director im Menswear-Großhandel sowie bei Céline und Prada.

Seit sich der Mutterkonzern des Labels 2015 dazu entschloss, die bis dahin erfolgreiche Marke Marc by Marc Jacobs mit der Hauptlinie zusammenzulegen, hat das Unternehmen mit Umsatzschwierigkeiten zu kämpfen. Um eine Trendwende herbeizurufen, wurde Eric Marechalle im vergangenen Juli zum CEO berufen, um die Marke neu zu strukturieren und eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Zuvor war Marechalle für Kenzo tätig.

2017 stellte Marc Jacobs seine Menswear-Linie ein, und beendete damit mit der auslaufenden Herbstkollektion 2017 die Lizenzvereinbarung mit Staff International SpA.

In der Zwischenzeit kündigte das Unternehmen an, zahlreiche Stores schließen zu wollen. Im Januar verschwand so der letzte Marc Jacobs Store im Londoner Viertel Mayfair, weitere Läden in ganz Europa dürften folgen. Die Geschäftsführung verweist auf eine umfassende Neuausrichtung des Unternehmens.

LVMH veröffentlicht zwar keine detaillierten Angaben zum Umsatz der einzelnen Konzernmarken, doch machte der das Unternehmen vermehrt Anspielungen auf die Schwierigkeiten bei Marc Jacobs. Bislang scheint das französische Luxus-Konglomerat gewillt zu sein, die finanziellen Schwankungen der Marke aufzufangen.

Im ersten Quartal 2018 erzielte LVMH unter Einberechnung aller Sparten, einschließlich Parfüme und Uhren, EUR 10,85 Milliarden Umsatz. Damit verbesserte sich das Ergebnis auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent. Analysten waren von einem Wachstum in der Größenordnung von 9 Prozent ausgegangen.           
 

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