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Veröffentlicht am
27.05.2013
Lesedauer
5 Minuten
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Jörg Wichmann (Panorama) : "Eine Messe ist auch Business"

Veröffentlicht am
27.05.2013

Panorama-Gründer Jörg Wichmann erklärt wie sich seine Messe, die im Januar Premiere feierte, in der Galaxie der Berliner Modeveranstaltungen positioniert. Er findet, zwischen Pre-Orders und Gesprächen über Trends muss sich eine Messe wieder mehr dem Business zuwenden. Im Juli erwartet die Panorama 400 Aussteller mit insgesamt 600 Kollektionen.

FashionMag: Im Juli findet die zweite Ausgabe der Panorama statt. Wie kam es zu der Idee diese Messe zu gründen?
Jörg Wichmann: Im Grunde ist die Idee vor etwa zweieinhalb Jahren entstanden. Seit 2003 gibt es mit der Premium und der Bread&Butter zwei wichtige Messen mit jeweils eigenem Schwerpunkt in Berlin. Die Bread&Butter konzentriert sich auf Denim und Casual, bei der Premium ist der Name Programm, sie steht für hochpreisige Prêt-à-Porter. Was in Deutschland fehlte, und vielleicht sogar in Europa, war ein Treffen für marktrelevante und umsatzstarke Kollektionen, die eine breite Mehrheit der Konsumenten kennt und schätzt.




FM: Gilt das auch im internationalen Zusammenhang?
JW: Selbstverständlich! Im Januar hatten wir schon 50% deutsche, 50% internationale Aussteller. Der Konsum entwickelt sich zur Zeit hervorragend in Deutschland, so dass viele europäische Marken gerne auf diesen Markt wollen, so wie deutsche Kollektionen an den internationalen Märkten und die Expansion in diese interessiert sind.

FM: Wie viele Aussteller erwarten Sie im Juli?
JW: Wir sind ausgebucht und haben 180 Marken auf unserer Warteliste. Die Zahl der Aussteller wird von 360 auf knapp 400 steigen. Dreiviertel der Erstaussteller ist auch im Juli wieder mit dabei, ca. 25% der Aussteller sind neu, wie zum Bespiel La Fée Maraboutée aus Frankreich, Sand aus Dänemark oder Blu Girl aus Italien. Nach wie vor ist allerdings nicht die Quantität der Aussteller entscheidend, sondern die Qualität und das Standing der Aussteller im Markt. Wir haben sehr an der Flächenoptimierung gearbeitet, um allen Wünschen nach Ausstellungsfläche gerecht zu werden, können wir zur Zeit nicht mehr Kollektionen aufnehmen.
(Die Messe im neuen Berlin ExpoCenter Airport verfügt im Moment über 3 Hallen mit je 7.000 m2. Im Januar 2014 soll eine vierte Halle mit weiteren 7.000 m2 fertig sein - Anmerkung der Redaktion).

FM: Und wie sieht diese Flächenoptimierung genau aus?
JW: Abgesehen von der verbesserten Aufteilung, werden die meisten Catering-Bereiche in unsere neue Aussenfläche verlegt, so das wir in den Hallen Platz gewinnen. Bei der stilistischen Aufteilung der Hallen, bleiben wir unserem Panorama Berlin Fashion ABC treu – d.h. Halle B – die Eingangshalle – präsentiert ein „Best of“ des Marktes mit Kollektionen, wie Marc Cain, Sand, Liebeskind und Falke. Halle C ist der „Casual Creativity“ vorbehalten mit Marken, wie zum Beispiel Camp David, Soccx oder M.O.D. Einen Teil der Halle A haben wir unter dem Motto „A Modern Young Woman's World“ deutlich verjüngt. Dem Mix'n'Match Prinzip bleiben wir auch weiterhin treu und mischen Herren- mit Damen-Mode, sowie mit Schuhkollektionen und Accessoires.

FM : Es gab Versuche wichtige Messen für kommerzielle Mode nach Berlin zu bringen. Haben Ihr Erfolg und Ihre Ausdauer mit dem Timing zu tun, mit echtem Bedarf der Industrie oder mit dem Konzept an sich?
JW: Es ist eine Mischung aus Timing, Konzept und Location. Wir haben versucht, die kommerziellen Marken anzusprechen und hatten damit Erfolg. Wir führen viele Business-Gespräche mit den Ausstellern, was sie wollen, wohin sie sich in Zukunft entwickeln möchten, in welchem Umfeld sie sich sehen, etc. Wir gehen auf die Bedürfnisse unserer Aussteller ein und haben so klar definierte Ziele, die uns helfen, die Panorama Berlin in die richtige Richtung voranzutreiben.

FM: Wo sehen Sie noch Entwicklungspotenzial für sich und Ihre Aussteller?
JW: Im Januar 2014 wird es einen neuen Bereich mit ausgesuchten Franchise-Konzepten geben. Wir tauschen uns gerade mit diversen Unternehmen aus, die diese Idee besonders spannend finden, da sie ihnen ermöglicht in Länder zu expandieren, die keine Multilabel-Retail-Struktur haben, wie zum Beispiel die Märkte der BRIC Staaten (Brasilien, Russland, Indien & China).

FM: Ursprünglich war eine Messe doch ein Ort wo gehandelt wurde, wie Sie sagen, ein Marktplatz…
JW: Ich nutze diesen Ausdruck ein bisschen provokativ. Viele Messen sind Orte geworden, an denen man Party mit Geschäft verwechselt. Meiner Meinung nach ist das nicht genug. Eine Messe ist auch Business. Einkäufer und Aussteller müssen die Möglichkeit haben, sich hier konzentriert zu informieren und die Budgets grob einzuteilen, Kontakte zu neuen Anbietern zu knüpfen, sich über die vergangene Saison auszutauschen.

FM: In Düsseldorf behaupten die Marken, dass ein großer Showroom besser wäre als eine Messe. Gehen die deutschen Lieferanten damit nicht einen Schritt zurück?
JW: Showroom oder Messe? Die Wahrheit liegt ohne Zweifel zwischen den beiden Formaten. Wenn ich die Showrooms in Düsseldorf, Mailand oder Paris besuche, ist deren Ausstattung manchmal eher einfach, Tisch, Stuhl, Kleiderständer oder es fehlt an Emotionen. Eine Messe muss es den Einkäufern möglich machen, einen schnellen Überblick über den Markt zu bekommen. Auf einer Messe gibt es neue Marken, eine kreative Ausstattung der Stände, die Herausforderung sich konkurrenzfähig zu präsentieren etc… Messe ist Auftritt, Emotion, Show – eher so, wie es sich der Endverbraucher später im Geschäft wünscht, die Showrooms sind Zahlenorte, an denen das Geschäft finalisiert wird.

FM: Aber liegen die Termine, um in Europa Vor-Order zu schreiben, nicht zu früh?
JW: Ja, das ist sicher richtig. Für die DOB wären eine oder zwei Wochen später vielleicht besser. Bei den Männern würde die Messe dann mit einem Monat Abstand zur Pitti stattfinden. Der Kalender von wird von vielen Protagonisten in Europa bestimmt. Außerdem ist der Teil des Budgets, der für Neuheiten ausgegeben wird, sowieso sehr klein geworden. Sprich, Entscheidungen müssen früh getroffen werden.

FM : Und wie sieht es aus mit den Synergien in Berlin?
JW: Mit der Panorama Berlin haben wir eine Plattform geschaffen, die die bestehenden Angebote der Premium und Bread&Butter perfekt ergänzt. Aber die Konkurrenz belebt das Geschäft. In Wirklichkeit ist nichts in Stein gemeißelt. Eine hochwertige Marke, die eigentlich für die Premium „bestimmt“ wäre, kann sich genauso ein kommerzielleres Umfeld wie die Panorama wünschen. Berlin hat es in relativ kurzer Zeit geschafft einer der wichtigsten Modemesse-Standorte der Welt zu werden.

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Tags :
Mode
Denim
Messen