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AFP
Veröffentlicht am
09.06.2015
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2 Minuten
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Karl Lagerfeld will die USA erobern

Von
AFP
Veröffentlicht am
09.06.2015

Karl Lagerfeld und das US-Modelabel G-III Apparel informierten in einer Medienmitteilung über die Schaffung einer gemeinsamen Struktur, durch die die französische Marke auch in Nordamerika vermarktet werden soll.


Karl Lagerfeld will mit seiner Marke Nordamerika erobern. – ©AFP Photo / Thomas Samson - ©AFP Photo / Thomas Samson


Der US-Konzern G-III Apparel ist Inhaber verschiedener Marken, die er in Lizenz oder als Eigenmarken vertreibt, darunter Calvin Klein, Guess, Levi’s und Tommy Hilfiger. Mit Karl Lagerfeld schließt das Unternehmen eine verlängerbare Fünf-Jahres-Lizenz ab. Der Vertrag betrifft den Vertrieb aller Kollektionen von Karl Lagerfeld in den USA und in Kanada, davon ausgenommen sind lediglich Parfums, Kosmetik, Brillen, Uhren und Schmuck.

„Für den amerikanischen Markt werden spezielle Kollektionen entwickelt“, vertraute der CEO der Karl Lagerfeld Group BV, Pier Paolo Righi, der französischen Nachrichtenagentur AFP an.

Die Kollektionen des Modehauses waren in den USA bislang ausschließlich über das Modeportal Net-a-porter.com erhältlich, so Righi. Er betonte weiter, dass der amerikanische Markt „einen wesentlichen Teil“ der globalen Wachstumsstrategie des Konzerns darstellt.

„Der Startschuss fällt im Frühjahr 2016. Wir wollten schon lange in den USA Fuß fassen, doch wollten wir zunächst sicherstellen, dass alle Voraussetzungen für unseren Erfolg erfüllt sind. Mit G-III verfügen wir über den besten Partner in diesem Unternehmen“, ist Righi überzeugt. Karl Lagerfeld wird 51 Prozent des Joint Ventures übernehmen.

Beim Vertrieb setzen die beiden Partner „auf die besten ‚Department Stores‘, zudem eröffnen wir im Verlauf des Jahres 2016 einen Flagship-Store in New York. In diesem werden auch die europäischen Kollektionen“ des Modehauses erhältlich sein, sagte Righi weiter.

Zunächst werden in den USA die Damenmode und Handtaschen von Karl Lagerfeld eingeführt, später folgen die Herrenmode und auch eine Schuhkollektion.

Die Marke „Karl Lagerfeld schafft es, die Vorstellungen von Frauen und Männern in der ganzen Welt einzufangen und zu fesseln. Wir sind überzeugt, dass wir hier einen wichtigen Absatzmarkt für die Marke erschließen können“, erklärte seinerseits der G-III-Chef, Morris Goldfarb.

Am Donnerstag kündigte das Haus Karl Lagerfeld zudem eine weitere Partnerschaft mit der Gruppe Children Worldwide Fashion (CWF) an. Diese vertreibt bereits 7 Kindermarken unter Lizenz (Burberry, Chloé, DKNY, Boss, Lee, Little Marc Jacobs und Timberland) und ist mit 2300 Verkaufsstellen in 74 Ländern vertreten.

Die Einführung der ersten Kinderkleiderkollektion von Karl Lagerfeld wurde bereits im Februar angekündigt. Durch die Zusammenarbeit mit CWF erhält Lagerfeld laut Medienmitteilung die Möglichkeit, im Frühjahr 2016 eine Ready-to-wear-Kinderkollektion „in Schlüsselmärkten wie Europa, Nahost oder auch Korea“ auf den Markt zu bringen.

Hauptaktionär der in Paris ansässigen Karl Lagerfeld-Gruppe ist seit 2006 der britische Investmentfonds Apax Partners.
 

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