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Veröffentlicht am
06.07.2011
Lesedauer
5 Minuten
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Messe Frankfurt bekennt sich zur Ethik

Veröffentlicht am
06.07.2011

Messe Frankfurt entwickelt sich weiter, was ethische Mode anbelangt. Ein Jahr nach der Übernahme der Ethical Fashion Show, nimmt der deutsche Messespezialist (Heimtextil, Interstoff, Texworld ...) nun auch the GREENshowroom, Berliner Luxus-Ökomodenmesse, an sich. Isabelle Quéhé, Gründerin der Ethical Fashion Show, und Michael Sherpe, Direktor der Messe Frankfurt France, ziehen Bilanz für FashionMag.com. Vom 6. bis zum 8. Juli wird die GREENshowroom parallel zur Premium und zur Bread&Butter stattfinden.

FashionMag.com: Warum wurde auch die GREENshowroom übernommen?

Michael Sherpe: GREENshowroom ist ein reines Konzept. Die Manifestation findet im Berliner Hotel Adlon statt. Somit ist es eine Hotelshow. Zudem erwartet man deutsche Käufer und die Mode gehört definitiv in den Luxusbereich. Die Ethical Fashion Show hingegen visiert seit ihrem Beginn Fachleute aus der Mode sowie die breitere Öffentlichkeit an, via Stände und Modenschauen... Also sind es zwei ganz verschiedene Konzepte.
Isabelle Quéhé: Die Ethical Fashion Show möchte alle Facetten der Ökomode zeigen. Dazu zählt auch die Basis wie der Respekt des Menschen sowie der Umwelt. Wir zeigen auch Know-Hows bezogen auf verschiedene Kulturen. Das Sortiment reicht von Sportbekleidung bis hin zur Kindermode.
MS: Frankreich hat einen speziellen Bezug zu den Ländern, die dabei sind sich zu entwickeln. Das Team der Ethical Fashion Show setzt auf das „savoir-faire“ in der Welt. GREENshowroom zum Beispiel verkörpert die green-culture der Deutschen.

Messe Frankfrut
Michael Sherpe, Chef der Messe Frankfurt France


FM: Hätte man nicht auch die Ethical Fashion Show nach Berlin exportieren können?

MS: Durch die Übernahme kann man trotzdem von einem Konzept reden. Die Ethical war in der Tat bereits sehr dynamisch und wir haben die Berliner Messe nicht übernommen um die Pariser Messe dadurch aufleben zu lassen. Die GREENshowroom ist wie ein Zusatz zu sehen. Es sind zwei verschiedene Arten die Ökomode zu präsentieren und für die Zukunft wünschen wir uns die beiden Veranstaltungen parallel laufen zu lassen.
IQ: Ethical Fashion Show wird ab 2012 zwei Mal im Jahr stattfinden. Im Moment gibt es nur eine Edition pro Jahr.
MS: Der Rhythmus wird sein: September für Paris, Januar für Berlin, März für Paris und schließlich Juli für Berlin.

FM: Haben sie denn schon einmal ihr Konzept exportiert?

IQ: Vor einigen Saisons haben wir ein Event in Mailand organisiert. Aber früher hatten wir nicht die finanziellen Mittel unsere Beziehungen auszuweiten und mussten uns also auf Paris konzentrieren. Rio zum Beispiel war ein nicht sehr gelungenes Projekt. Auch in New York haben wir schon ausgestellt. In Berlin haben wir unsere Messe bereits der TheKey.to präsentiert (Berliner Messe für Green Fashion, welche ihre Juli-Edition dieses Jahr auslässt).

FM: Seit 2004 haben schon zahlreiche Messen einen Green Parcours mit in ihr Konzept integriert. Macht es Sinn eine reine Messe für nachhaltige Mode auf die Beine zu stellen? Wenn man an die Einkäufer denkt, sollte man dann nicht mehr Wert auf Stil legen anstelle von Green?

IQ: Die Zukunft der Ecofashion liegt in den Händen der Multimarken. Aber es gibt in der Tat nur wenige Boutiquen, denen es gelingt Nachhaltigkeit mit Mode zu verbinden. Einige Einzelhändler sind nicht in der Lage ihrer Kundschaft den Prozess der nachhaltigen Entwicklung näher zu erläutern.
MS: Messen sind strukturierte Organisationen aus dem Modebereich. Gerade in Deutschland dienen die Messen dazu, Treffen zu organisieren auf einem Markt, der noch dabei ist heranzureifen. Früher schon waren Messen Plattformen, die neue Märkte sowie neue Betriebszweige organisierten... Wir haben es hier mit einer neuen Branche im Inneren der Mode zu tun. Der Anspruch des Sektors definiert sich um den Bürger und nicht mehr um den Konsumenten allein. Es ist auch zudem kompliziert die Entwicklung der Ökomodensektors auf den bestehenden Messen zu verstehen. In diesem Zusammenhang kommt auch die Frage nach Legitimität auf.

Messe Frankfrut
Isabelle Quéhé, Gründerin der Ethical Fashion Show


FM: Aber viele Einzelhändler haben nicht zwingend die Zeit eine spezielle Ökomodenmesse zu besuchen. In Berlin haben die Einkäufer die Bread&Butter, die Premium, die Bright, GREENshowroom etc. ... Zudem fangen auch zahlreiche Marken bereits selber mit Green Fashion an...

MS: Die Händler selbst haben die Wahl. Somit öffnen sich für sie neue Türen, denn nachhaltige Mode erfährt gerade einen Aufschwung und ist dabei anzuwachsen. Der Einzelhändler muss sich fragen, ob er sich auf die aufkommende Nachfrage vorbereiten möchte.
IQ: Auch die Konsumenten sind über gute und schlechte Praktiken von Modeakteuren informiert. Wie zum Beispiel die Benutzung von Sandstrahlen bei der Jeansproduktion in der Türkei. Die großen Jeanslabels müssen aufpassen, denn heute verbreiten sich die Informationen sehr schnell. Zahlreiche Firmen haben bereits reagiert und Stellen wie Verantwortlicher für nachhaltige Entwicklung geschaffen oder H&M hat eine Conscious-Linie entwickelt. Seit dem Beginn, haben wir eine soziale Seite integriert.

FM: Kann man den Zusammenschluss der Messe Frankfurt mit der Ethical Fashion Show als eine neue Etappe für den Ökomodenmarkt ansehen ?

IQ: Es gibt noch einiges zu tun. Der erste Schritt war es den Konsumenten den ethischen Term klar zu machen, und das zum Teil auch mit Hilfe von nicht so lustigen Geschichten. Nun weiß der Konsument auch, dass Mode schädlich für die Umwelt sein kann.
MS: Eine Messe sollte kein reines Medium sein, aber dennoch gehört sie zu den Medien. Wir sehen die Ethical Fashion Show als eine Leitmesse an. Ein Verantwortlicher brauch nicht erst 150 Studien um seinen Sektor zu verstehen, aber er brauch vielmehr eine Messe. Personen wie Isabelle haben wir es zu verdanken, dass ein Beruf aus einer Messe leben kann. Diese Vorgehensweise muss nachhaltig gesichert werden.

FM: Im September kommen sie zum Veranstaltungsort Carrousel du Louvre zurück. Gibt es weitere Neuigkeiten?

IQ: Vom 1. bis zum 4. September werden wir zum Carrousel du Louvre zurückkehren. Indische, peruanische und auch drei japanische Marken werden präsent sein. Zum ersten Mal in diesem Jahr werden wir etwas zu dem Thema Frankreich und made in France vorbereiten. Außerdem werden wir im Zuge von Daily Couture folgende französische Künstlerhandwerker vorstellen:
Atelier Caroline Valentin (Kostümschneider), Atelier Darolti (Stickerei), Muriel Simon (Hüte), Fried Frères (Schmuck) sowie zwei weitere Franzosen: Marianne Battle (Kunststickerin) und Perrine Rousseau (handwerkliche Weberin).

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