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Werbung
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
21.02.2018
Lesedauer
3 Minuten
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Moncler erfindet die Daunenjacke neu

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
21.02.2018

Wie gelingt es einer Daunenmantelmarke, sich neu zu erfinden? Wie kann eine Marke ihre kreative Ader in der Modeszene ausleben, wenn sie sich auf ein einziges, sportliches Produkt spezialisiert hat? Moncler weiß wie, und die Idee ist ganz einfach: Zum Auftakt der Modewoche in Mailand lud die Marke acht Designer unterschiedlicher Stilrichtungen ein, das Kernprodukt der Marke auf ihre ganz persönliche Art zu interpretieren.


Moncler in den Augen von Pierpaolo Piccioli - FashionNetwork.com ph DM


Zur Präsentation des Projekts "Moncler Genius", richtete die Marke im riesigen Palazzo delle Stelline eine Art Vergnügungspark ein, das "Moncler Genius Building". Die Location, die früher einen der ältesten Pavillons der Messe Mailand beherbergte, wurde mit acht nummerierten "Ständen" ausgestattet, die mit einem silbernen Stoff hermetisch abgeriegelt wurden und jeweils nur kleine Besuchergruppen hereinließen, um ihren Inhalt zu enthüllen. Die optimale Konstellation, um die Vorfreude anschwellen zu lassen, und für Aufregung und lange Warteschlangen zu sorgen.

"Wie acht Bestandteile eines imaginären Moncler-Konstrukts und in jedem wird eine Facette der Marke dargestellt. Durch die Beiträge der acht Modemacher konnte das Universum der Marke deutlich erweitert werden. Jeder einzelne Designer liefert seine eigene Interpretation, einige eher auf konzeptuelle Art, andere auf technische Weise oder mit stärkerem Fokus auf das Design", erklärt Sandro Mandrino, der seit acht Saisons die Skikollektion Grenoble überblickt.

"Jeder von uns machte sein Ding, ohne zu wissen, was die anderen taten. Remo Ruffini ließ uns in der Rolle des Dirigenten viel Freiheit, wir konnten sehr autonom arbeiten", führt Mandrino weiter aus. Für die neue Grenoble-Kollektion brachte er 18 Prints auf verschiedensten Stoffen an (Samt, Baumwolle, Nylon, Pelz, Polyester usw.). An seinem Stand räkelten sich Models auf Kunstschnee und bewegten sich im Rhythmus einer hübschen Choreografie. Ihr Abbild wurde von einem riesigen Spiegel wie tanzende Marionetten auf die Schneelandschaft zurückgeworfen.


Moncler Grenoble von Sandro Mandrino - FashionNetwork.com ph DM


Hinter dem ersten Türchen steckte eine besonders gelungene Installation von Pierpaolo Piccioli, dem Kreativdirektor von Valentino. Er zeigte langgliedrige Gestalten in Handschuhen und Mützen, eingepackt in Maxikleider und Mäntel mit Reißverschluss, alles in strahlenden, gesättigten Farben. "Ich ließ mich von der Farbpalette der Maler des italienischen Quattrocento inspirieren, von Piero della Francesca über Giotto bis hin zu Beato Angelico. Ich wollte eine gewisse Idee von Reinheit und Authentizität wiedergeben und verzichtete deshalb bewusst auf jegliches Übermaß", so Pierpaolo Piccioli.

In einem anderen Raum setzte die junge Designerin Simone Rocha ihre Interpretation in Szene. Die Irländerin ist die einzige Frau dieses "Dream Teams", wie die Projektteilnehmer bei Moncler genannt werden. In einer Papierkulisse aus weißen Bergwipfeln schickte Rocha Frauen aus einer anderen Zeit auf den Laufsteg. Eine Art japanischer Prinzessinnen in langen Tüll-Kleidern und mit perlenverzierten Daunenjacken. Um die Taille oder den Oberkörper trugen sie mit Tragegurten festgezurrte Taschen, eine Art kriegerisches Statement inmitten ihrer halbbarocken, halbgotischen Darbietung. "Eine moderne, feminine Frau mit einer praktischen Veranlagung. Die weibliche Stimme von Moncler", resümiert die Modemacherin.


Simone Rocha bringt Weiblichkeit und Poesie - FashionNetwork.com ph DM


Die japanische Fraktion bestehend aus Kei Ninomiya (Noir Kei Ninomiya) und Hiroshi Fujiwara (Fragment) bot eine radikal andere Vision der Marke. Sie zeigten eine Reihe schwarzer Silhouetten, bei denen der Daunenaspekt auf vielfältige Weise eingearbeitet wurde (gesteppt, geflochten usw.). Noir Kei Ninomiya entwarf ausgestellte Kleider, Fragment Mohair-Pullover und Holzmannequins in Karohemden und Daunenjacken in einem Glashaus mit Blick auf einen Waldgarten.

Die Hauptkollektion Moncler 1952 wurde von Karl Templer in kräftigen Farben neu aufgelegt. Der Londoner Modemacher Craig Green bot futuristische Entwürfe in schwarz-weißer Michelin-Männchen-Optik. Francesco Ragazzi, Gründer und lange Zeit auch Kreativdirektor des Labels Palm Angels, verteilte T-Shirts am Eingang des Palazzo und mischte die Veranstaltung mit seinen zwei beleuchteten Glasständen so richtig auf.

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