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Veröffentlicht am
18.09.2013
Lesedauer
2 Minuten
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Munich Fabric Start bleibt sich treu

Veröffentlicht am
18.09.2013

München hat den Ruf einer ruhigen und hinsichtlich schneller Entwicklungen eher maßvollen Stadt. Die vom 2. bis 5. September veranstaltete Munich Fabric Start entspricht da ganz dem Image der Hauptstadt des Freistaates: Der Besucher kennt die Aussteller und weiß jede Saison, was er zu erwarten hat – z.B. das kostenlose Mittagessen.

Die Munich Fabric Start wird für seine professionelle Stimmung geschätzt.


„Mit 70 bis 80 Prozent unserer Kunden haben wir zuvor einen Termin vereinbart“, kommentiert einer der zahlreichen Aussteller die stabile Frequenz der oft deutschsprachigen Kunden. Die Organisatoren haben die Blue Zone und Organic Selection verbessert und außerdem Mare di Moda mit 20 Ausstellern empfangen. Den Angaben der Veranstalter zufolge kamen 18.500 Besucher zur Messe, das sind 500 mehr als September vergangenen Jahres.

„Wir wachsen in einem normalen Umfang und das passt auch zu uns“, so fasst es Mit-Organisator Wolfgang Klinder zusammen. Allein die Blue Zone, in der es rund um Denim geht, schien trotz der Bemühungen der Veranstalter und der Rekordzahl an Ausstellern etwas ruhiger zu sein.

„Für Deutschland ist das eine gute Messe. Wir haben alle unsere großen Kunden gesehen. Man muss dazu sagen, dass die Deutschen nicht so sehr nach Paris kommen“, kommentiert Chantal Brun vom Spitzenhersteller Sophie Hallette. Die Mehrzahl der befragten Textilunternehmer kommt in der Tat nach München, um die deutschen Marken zu erreichen. „Es geht auch um Vertrauen. Wer nicht in München ist, hat wenig Glaubwürdigkeit bei den deutschen Marken“, heißt es bei Velcorex.

Eigentlich kommen die Aussteller vor allem auch deshalb zur Munich Fabric Start, um mit den vielen mittelständischen Betrieben im mittleren Qualitätsbereich wie z.B. Hugo Boss in Kontakt zu treten. Diese konzentrieren sich in schwierigen Zeiten wie im Moment eher auf wenige Zulieferer und verlangen mehr Einsatz von ihnen. “Auf Flexibilität kommt es an. Früher ging es darum, vorausschauend zu handeln. Heute muss etwas Neues manchmal innerhalb von zwei Monaten geliefert werden“, so Jose Royo vom gleichnamigen spanischen Denimproduzenten.

Auf jeden Fall war während der drei Messetage von schlechter Stimmung nichts zu spüren. „Die Kunden sind zuversichtlich, wenn auch sicherlich die Anzahl der Zulieferer kleiner gehalten wird. Die Designer beginnen die Arbeit an ihren Kollektionen sehr früh, aber ändern manchmal ihre Meinung, wenn sie die Stoffe sehen“, ergänzt Jürgen Birckenstaedt, Direktor von Tessuti Marzotto Deutschland.

Die Frage, die sich die meisten Käufer und Produzenten stellten, war nach wie vor eine eventuelle geographische Neuorientierung, um eben flexibler zu sein. Die Organisatoren denken weiterhin an die Türkei als Möglichkeit. „Auch auf anderen Märkten gibt es Bedarf. Wir haben an die Türkei gedacht… Letztlich hat es nicht geklappt, weil es Probleme mit dem Ort gab“, erläutert Wolfgang Klinder.
Die nächste Ausgabe von Munich Fabric Start ist für den 4. bis 6. Februar vorgesehen. Das Preview findet am 10. und 11. Dezember statt.

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Tags :
Mode
Denim
Messen