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Reuters API
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
17.05.2018
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2 Minuten
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Nike, H&M, Gap und Burberry schließen sich der "Make Fashion Circular"-Initiative an

Von
Reuters API
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
17.05.2018

Nike, H&M, Burberry und Gap haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um die Leistung der Modebranche im Bereich der Umweltverantwortung zu verbessern, nachdem eine Studie gezeigt hat, dass weniger als 1 % der Kleidung recycelt wird.

Reuters


Die Ellen MacArthur Foundation, gegründet von der britischen Segelweltmeisterin, gab am Mittwoch bekannt, dass sich die vier Marken ihrem "Make Fashion Circular"-Programm anschließen werden, das sich auf die Reduzierung der Abfallproduktion in der Modebranche durch das Recycling von Rohstoffen und Produkten konzentriert.

"Make Fashion Circular"-Director François Souchet erklärte, das Ziel sei es, eine "globale Bewegung" in Richtung einer Wirtschaft zu schaffen, in der Kleidung niemals zu Abfall werde.

"Die Bekleidungsproduktion hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt, während die Anzahl der Male, die wir diese Kleidung tragen, bevor wir sie wegwerfen (und sie vergraben oder verbrannt wird), dramatisch gesunken ist", erklärte François Souchet der Thomson Reuters Foundation.

"Dieses immer schnelllebigere Modell kann in ein Modell verwandelt werden, in dem Kleidung nie zu Abfall wird, indem man das Design verbessert und an Geschäftsmodellen für Vermietung und Wiederverkauf arbeitet", schlägt er in einer E-Mail vor.

Die britische Designerin Stella McCartney war die erste, die sich im vergangenen Jahr dem Programm anschloss und die Charta zur Reduzierung von Abfall und Umweltverschmutzung sowie zur Gewährleistung der Wiederverwendung von Produkten und Materialien unterzeichnete.

Stella McCartney, eine langjährige Verfechterin verantwortungsvollerer Mode, nutzte die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass ihre Branche "unglaublich umweltschädlich und gefährlich für die Umwelt" sei, und lud andere Marken ein, sich ihr anzuschließen.

Ein im November von der Stiftung veröffentlichter Bericht enthüllte die Menge der von der Industrie produzierten Abfälle und das Ausmaß der Verschmutzung, wobei weniger als 1 % der Kleidung recycelt wurde.

500.000 Tonnen Kunststoff-Mikrofasern werden jährlich durch das Waschen von Textilien erzeugt, das entspreche mehr als 50 Milliarden Kunststoffflaschen, die die Meere verschmutzen, so der Bericht.

Die teilnehmenden Marken werden drei Jahre lang gemeinsam mit der HSBC Bank praktische Lösungen entwickeln, um die Industrie von umweltschädlichen Stoffen und Prozessen zu befreien.

"Kein Unternehmen kann sich alleine der Herausforderung stellen, die Modebranche von einem linearen zu einem zirkulären Geschäftsmodell zu bewegen. Deshalb ist eine gemeinsame Initiative wie diese entscheidend", so H&M Sprecher Iñigo Sáenz Maestre in einer E-Mail.

Er nutzte die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass H&M sich zum Ziel gesetzt habe, bis 2030 ausschließlich recycelte Materialien oder Materialien aus verantwortungsvollen Quellen zu verwenden, und dass 35 % der Produkte der Marke bereits jetzt nach diesen Kriterien produziert werden.
 

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