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DPA
Veröffentlicht am
21.12.2012
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Nike in der Heimat gefragt - Trotz Gewinnrückgang über Erwartungen

Von
DPA
Veröffentlicht am
21.12.2012

BEAVERTON (dpa-AFX) - Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat in seinem zweiten Geschäftsquartal vor allem auf dem wichtigen US-Markt aufgetrumpft. Zwar verbuchte der Adidas-Konkurrent in dem Ende November auslaufenden Quartal einen zweistelligen Gewinnrückgang, und auch in China laufen die Geschäfte weiterhin nicht so wie gewünscht. Dennoch gelang es dem US-Konzern, die Erwartungen der meisten Analysten zu übertreffen. Die Nike-Aktie legte am Donnerstagabend nachbörslich zu. Adidas-Papiere stiegen kurz nach Handelsstart am Freitag um etwas weniger als ein Prozent.

Bild Nike.


Der Gewinn sank im Berichtszeitraum um 18 Prozent auf 384 Millionen US-Dollar, wie Nike am Donnerstagabend mitteilte. Ausschlaggebend hierfür waren Verluste bei den inzwischen verkauften Töchtern Umbro und Cole Haan. Die Belastungen ausgeklammert, lag der Gewinn je Aktie bei 1,14 Dollar, während die Wall Street nur mit einem Dollar gerechnet hatte.

Der Umsatz stieg im Quartal hingegen um sieben Prozent auf knapp sechs Milliarden Dollar. Angetrieben wurde das Wachstum von Nordamerika. In dieser Region kletterten die Erlöse um 17 Prozent in die Höhe, was vor allem der Nachfrage nach Laufschuhen geschuldet war. Auch die Bestellungen der Händler legten in der Heimat zweistellig zu. Dies lässt darauf schließen, dass auch in den kommenden Monaten die Umsätze steigen werden. Dies sieht auch Nike so. Im laufenden Quartal (Ende Februar) werde der Umsatz konzernweit voraussichtlich im niedrigen zweistelligen Bereich wachsen, kündigte Finanzchef Don Blair in einer Telefonkonferenz an.

Weiterhin schwierig gestaltete sich die Lage in China. Nike hat dort mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen. Um neue Produkte in die Regale zu bekommen, werden die Alt-Bestände mit Preisnachlässen verkauft. Im zurückliegenden Quartal gingen die Bestellungen in China um sechs Prozent zurück, die Umsätze verringerten sich um elf Prozent. In West-Europa verbuchte Nike einen Umsatzrückgang von zwei Prozent.

Nike versucht angesichts der angespannten weltwirtschaftlichen Lage wie auch seine beiden großen Konkurrenten Adidas und Puma seine Kosten im Zaum zu halten. So trennte sich der US-Konzern von Verlustbringern. Der vor einigen Jahren zugekaufte Fußballausrüster Umbro brachte Nike kein Glück und wurde inzwischen an die Iconix Brand Group losgeschlagen. Die Modemarke Cole Haan wird derzeit an die Beteiligungsgesellschaft Apax Partners veräußert. Die gestiegenen Beschaffungskosten kontert Nike mit Preiserhöhungen./she/stw/rum

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