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Veröffentlicht am
06.10.2017
Lesedauer
5 Minuten
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Paris Fashion Week: Die Trends für Frühjahr/Sommer 2018

Veröffentlicht am
06.10.2017

Die vom 25. September bis 3. Oktober in Paris präsentierten Damenkollektionen der Prêt-à-porter-Mode für Frühjahr/Sommer 2018, zeichneten zehn große Trends ab und bestätigen damit die Kreativität des Pariser Marktes. Die Couturiers haben die Kontur einer neuen Frau skizziert. Diese erscheint mehr und mehr vielseitig und ist von einem Mix geprägt, bei dem die Kleider einerseits zerlegbar und andererseits austauschbar zwischen den sehr neu-interpretierten, klassischen Stücken und den futuristischen Konstruktionen sind.
 
1) Der Trenchcoat

Agnès B offeriert den Maxi-Trench - © PixelFormula


Dieses klassische Stück der schicken femininen Garderobe macht sich als unvermeidliches Element des nächsten Sommers bemerkbar. Auch wenn viele ihn in seiner einfachsten Version anbieten – oft als Kleid getragen, an der Taille durch einen großen Gürtel verschmälert – so haben die meisten Designer es doch vorgezogen, ihn neu zu gestalten: transparent bei Chloé, zerschnitten bei Maison Margiela, als Tapeten-Bademantel bei Dries Van Noten, mit großem, umgeschlagenem Revers bei Céline.<<<38>>>
2) Schwarz und Weiß

Guy Laroche, die Femme Fatale in Schwarz/Weiß - © PixelFormula


Die Pariser Eleganz zeigt sich durch die Rückkehr dieses großartigen Klassikers: Die Looks in Schwarz/Weiß sind überall, sehr oft umfassen sie sogar alleinstehend die gesamte Kollektion, wie bei Guy Laroche. Die Labels Mugler, Balmain, Ann Demeulemeester, Olivier Theyskens, Off-White, Lutz Huelle boten die interessantesten Variationen zu diesem Thema. Mit einer sexy Erwähnung von Isabel Marant, die es wagte, eine weiße Schürze aus Spitze auf einem schwarzen Body zu zeigen.

3) Der Effekt der aufgeblasenen Kugel-Schultern

Anrealage dekliniert die Fallschirm-Kleider - © PixelFormula


Die Designer haben in dieser Saison hauptsächlich eine abgemilderte Frauenvision geschaffen und mit runden Formen gearbeitet, sehr oft in Form von Kokons, die den Körper umhüllen. Besonders stehen der Oberkörper und die Schultern im Vordergrund, die sich überproportional aufblasen und mit Fülle die ballonartigen Arme oder Keulenärmel prägen, die an die 1980er-Jahre erinnern. Anthony Vaccarello zeigte sich zweifellos am besten in dieser Übung, mit Mini-Röcken und runden, aufgehenden Kleidern aus Taft, Federn oder Leder. Die gleichen aufgeblähten Formen gab es bei Thom Browne, der die skulpturale Kunst mit seinen Frauen à la Michelin-Mann ausübte, wie auch bei Rick Owens.<<<38>>> 
4) Die Wirkung der Ärmel

Bei Sacai werden die Ärmel über der Brust geknotet - © PixelFormula


Die Ärmel verschwinden von den Schultern (die Sommerkleider mit herunter fallenden Ärmeln und die schulterfreien Tops sind allgegenwärtig) ... um sich auf dem Körper in unerwarteten Konstruktionen zu vervielfachen. So verwandelt sich das langärmelige, um die Taille geknotete Kleid in einen Rock. Ansonsten, wie bei Y-Project, wo eine der interessantesten Kollektionen der Saison präsentiert wurde, verschmilzt ein Baumwoll-Cape mit zwei am Hals verknoteten Ärmeln mit einem Ton-in-Ton Hemd. Lacoste spielt das gleiche Spiel mit einem verdrehten Pullover mit vier Ärmeln. Wie auch Sacai, wo die Ärmel von Jacken, Trainingsanzügen und anderen Hemden verwendet werden, um die Kleidung als Dekoration an der Brust zu bündeln.

5) Der Schal

Christian Wijnants kleidet seine Frauen in persische Tücher - © PixelFormula


Als Quintessenz der Eleganz erscheint das Seidentuch wieder auf der Vorderseite der Bühne. Man sah es um die Köpfe der Models in Mailand geknotet. Man findet es in Paris als herrliche Rockschürzen, auf einer Schulter oder sogar die Flanke eines schwarzen Kleides bei Dries Van Noten hervorhebend. Als persische Seide verwandelt es sich in ein Kleid mit dünnen Trägern bei Christian Wijnants. Bei Liselore Frowjin ist es wie ein Korsaren-Turban geknotet.

6) Die Schleier-Bildfläche

Liselore Frowjin, Frühjahr/Sommer 2018 - © PixelFormula


Die Transparenz hat sich auf den Laufstegen der Big Four vervielfacht, aber nirgends so sehr wie in Paris: Schleier und Tüll wurden wie bei Atlein als Farbfilter verwendet oder wie ein virtueller Bildschirm über einem anderen Kleidungsstück eingesetzt, um eine subtile Distanz zu markieren oder im Gegenteil, um eine Partie zu enthüllen und zu personalisieren. Ein mit Broschen besetzter Schleier unterstreicht so die Tartanjacke eines Hosenanzuges bei Dries Van Noten. Bei Altuzarra gibt es einen Netzstoff, der ein Kleid überdeckt. Bei Chanel und Balmain kommt der transparente Kunststoff mit dem Stoff in Berührung.

7) Die Kräuselfalten

Paskal, Frühjahr/Sommer 2018 - © PixelFormula


Nach der Spitze, den Fransen und den Rüschen, die noch immer auf Erfolgskurs sind, ist es jetzt an den Kräuselfalten, einen bemerkenswerten Einzug in das Vokabular der Couturiers zu halten. Die Kleider sind gekräuselt, um ein neues Volumen und skulpturale Formen zu kreieren. Die Technik wird auch für Tops oder für Kleider aus Fallschirmseide (Aalto) und für Stiefel (Y-Project) verwendet.

8) Die Schnürstiefel

Mashama präsentiert geschnürte Overknee-Stiefel - © PixelFormula


Die auf der Vorderseite geschnürten Stiefel werden im nächsten Sommer ein Muss sein. Es gab nicht einen Designer, der nicht seine Version dieses Stiefels vorgestellt hat – zur Auswahl im französischen Cancan-Style, wie Schlittschuhe oder als Römer-Stiefel.

9) Die Knöpfe

Anne Sofie Madsen spielt mit den Knopfgrößen - © PixelFormula


Dieses Accessoire kehrt vollwertig als Ornament auf die Bildfläche zurück. Die Knöpfe unterscheiden sich oft voneinander und winden sich wie eine Dekoration um den Hals. Sehr groß, golden oder silbig, so werden sie auf Anhieb bemerkt. Die Designer spielen auch mit einer unregelmäßigen Knöpfung, um Falten im Stoff zu kreieren, wie bei Yojhi Yamamoto, wo die Linien der schwarzen, weißen oder roten Knöpfe die Struktur des Kleidungsstückes vollständig neu prägen. Bei Victoria/Tomas markiert der Wechsel zwischen Druckknöpfen und Blumenknöpfen den Kontrast zwischen weiblich und männlich. Talbot Runhof entscheidet sich für auffällige Schmuckknöpfe. Ansonsten, wie bei Isabel Marrant, kennzeichnen Nieten und Druckknöpfe das Design.

10) Der Schachbrett-Effekt

Victoria Tomas, das Madras-Karo-Muster - © PixelFormula


Das schwarz-weiße Karo-Kleid sieht wie der nächste Sommer-Hit aus. Dieser große Klassiker wird von fast allen Designern in verschiedenen Versionen angeboten, von der Djellaba von Sonia Rykiel bis zum Schachbrett-Overall bei Christian Dior. Junya Watanabe verwandelt im übertragenen Sinne die großen schwarzen Quadrate auf weißem Hintergrund einiger Ensembles in riesige Punkte zu weiteren geometrischen Grafiken.

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