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Veröffentlicht am
30.06.2012
Lesedauer
3 Minuten
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Pierre Morisset: „Nur wer sich wirklich einbringt, kann überleben.“

Veröffentlicht am
30.06.2012

Pierre Morisset steht bereits seit 22 Jahren an der Designspitze der holländischen Jeans-Marke G-Star. Mit dem « Raw Denim »-Konzept und der legendären Elwood hat der Jeans-Liebhaber den Markt revolutioniert. Bevor sie zu G-Star stieß, arbeitete die französische Jeans-Ikone unter anderem für Chipie und Liberto. Im Interview spricht Morisset über den heutigen Markt.


G-Star-Designer Pierre Morisset

Fashionmag.com: Der Denimmarkt schwächelt. Wie sehen Sie das?
Pierre Morisset: Es herrscht ein Mangel an Ideen und an Kreativität. Die Jeans-Krise rührt von der Banalisierung und der allgemeinen Verbreitung des Produkts her. Alle großen Einkaufsketten bieten heute Jeans für 39 Euro an. Dagegen kommt man nicht an. Doch alle, die weiterhin nur auf die Five-Pocket-Jeans setzen, sind schon am Ende. Die herkömmlichen Schnitte verlieren an Zugkraft. Der Markt ist heute gesättigt. Unter der Krise leiden vor allem diejenigen, die sich nicht weiterentwickelt haben. In einem Moment wie diesem muss man den Mut haben, etwas Neues zu wagen, nach vorne zu schauen. Nur wer sich wirklich einbringt, kann überleben. Man muss Risiken eingehen und sich nicht vor Kritiken fürchten. Wenn man wirklich daran glaubt, wenn die Kritik schonungslos ist, dann ist das Resultat umso grösser!

FM: Wie positioniert sich G-Star in diesem Zusammenhang?
PM: Wir haben keine Schwierigkeiten. Unsere Stärke liegt in der Erfindung des 3-D-Schnitts, der sich gut verkauft. Im Jahr 2011 verzeichneten wir bei den Jeans-Verkäufen alleine eine Zunahme um 17 % - und das ungeachtet der Krise. Die anhaltende Forschung ist ein weiteres Element, das dem Stoff immer wieder neues Leben einhaucht. In dieser Saison führen wir den Toile de Chine-Stoff ein. Das ist unser Heilmittel gegen die Denim-Krise! Dieser Stoff in blau auf blau ist wie der Kaviar des Indigos. Vor über 100 Jahren wurde er von chinesischen Seefahrern verwendet. Er wurde aber auch für die Kleidung von Königen verwendet, denn in den ägyptischen Pyramiden wurden ganz ähnliche Stoffe entdeckt. Schuss- und Kettfäden sind aus purem Indigo, deshalb ist die Abnutzung viel langsamer. Mit diesem Stoff geben wir den Leuten wieder Lust auf Jeans!

FM: Marithé und François Girbaud ihrerseits waren jedoch ganz nah am Abgrund …
PM: François ist ein ganz besonderer Mensch, ich habe ihn schon immer bewundert. Ich denke, was ihn betrifft, war er dem Markt immer einen Schritt voraus. Er wollte in diesem innovativen Umfeld bleiben, doch das kommt nicht bei allen gut an. Er entwickelt sich, ohne darauf zu warten, dass ihn die Verbraucher aufholten. In fünf Jahren werden wir sagen, dass er ein Vorreiter seiner Zeit war und dass er Recht hatte.

FM: Welche Richtung gilt es nun einzuschlagen?
PM: Es gibt ein Bestreben, den Stoff zu entbanalisieren, die Identität des Denims wieder zu veredeln. Das ist auch im Sinne von G-Star: Die Marke will sich modernisieren, und dabei demokratisch bleiben. Wir geben unser Bestes, qualitativ hochwertige Produkte zu erschwinglichen Preisen herzustellen. Eine Jeans für 300 Euro, das können alle. Eine gut geschnittene Jeans zu einem bezahlbaren Preis, das ist schon viel schwieriger. Das ist die Demokratisierung des blauen Luxus’.

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