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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
22.06.2018
Lesedauer
3 Minuten
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Puma setzt für den Relaunch seines Basketball-Segments auf Jay-Z

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
22.06.2018

Puma wird sich in diesem Jahr verstärkt auf den Basketballschuhmarkt konzentrieren –  ein Terrain, das die Marke seit 20 Jahren nicht mehr betreten hat. Das deutsche Label hat sich dafür mit einem großen Namen des Hip-Hops, der sich selbst für diese Sportart begeistert, zusammengetan: Jay-Z. Am vergangenen Mittwoch stellte Puma in New York das Basketballmodell "Clyde Court" vor, das für das Basketball-Parkett konzipiert wurde und ab Oktober für 120 Dollar erhältlich ist.

Jay-Z, gekleidet in Puma während seiner Welt-Tournee - Twitter/Jay Z


Die Ankündigung des großen Namens, der diese Erneuerung verkörpert, hat die Medien begeistert. Beyoncés Mann, sehr oft am Rande der Parketts auf der anderen Seite des Atlantiks zu sehen, ist nicht etwa nur ein Botschafter des Labels, sondern übernimmt die Rolle des kreativen Beraters, stellte Puma klar. Jay-Z, dessen echter Name Shawn Carter ist, wird die Marketingkampagnen, das Produkt sowie die Spieler, mit denen Sponsorenverträge unterzeichnet werden, betreuen.

Die weltweite Bekanntheit des Sängers und Produzenten soll Puma helfen, technische Schuhe, die auf den Wettbewerb zugeschnitten sind, aber auch und vor allem eine große Anzahl von Turnschuhen zu verkaufen. "Da der Basketballmarkt ein wenig eingebrochen ist, sehen wir diese Partnerschaft als Chance", sagte Adam Petrick, Marketingdirektor von Puma bei ESPN. "Wir hatten Usain Bolt, aber die Leichtathletik wird in den Vereinigten Staaten nie dominant sein. Wir haben es mit Football versucht, aber wir haben nie Schuhe gemacht. Basketball ist perfekt, weil es ein echtes Universum an Kultur, Musik, Stil und sozialen Netzwerken bietet. Unsere Absicht in Bezug auf Basketballschuhe ist sehr ernst, wir sind eine Wettbewerbsmarke, aber wir setzen auch auf Lifestyle".

Der Sänger arbeitet bereits seit einem Jahr mit Puma zusammen, seit die Marke ihn während der Tournee nach der Veröffentlichung seines Albums 4:44 im Jahr 2017 gekleidet und gesponsert hat. Es sei darauf hingewiesen, dass Rihanna bereits seit vier Jahren mit Puma zusammenarbeitet, die musikalisch gesehen kein geringerer als Jay-Z's Protegé ist, nachdem sie 2010 bei dessen Plattenlabel Roc Nation unterschrieben hat. Der Erfolg der Fenty-Linie ist unbestreitbar, sowohl im Hinblick auf das Image (Fashion Week in Paris) als auch kommerziell, wie die Marke bestätigt. Neben Rihanna hat Puma in den letzten Jahren auch mit Prominenten wie Kylie Jenner, Selena Gomez, The Weeknd und Big Sean zusammengearbeitet.

Diese Ankündigung spiegelt zugleich die Rivalität der Sportausrüster wider. Wie die New York Times berichtet, kontrolliert Nike (einschließlich Jordan) in den Vereinigten Staaten fast 50 % des Sportschuhmarktes, vor Adidas, dessen Vertreter James Harden auf dem Feld und vor allem Kanye West auf der Straße sind. Puma will nun seinen Anteil am Kuchen und kündigt die Unterzeichnung von Verträgen mit zwei jungen Neulingen in der NBA, Deandre Ayton und Zhaire Smith, an. Insbesondere Schuhe sind der Schlüssel zum Wachstum der Marke Puma, die im ersten Quartal 2018 einen Anstieg von 16,3 % auf 580 Millionen Euro verzeichnete.

Puma, dessen ehemaliger Hauptaktionär Kering in diesem Jahr die Mehrheit des Kapitals aufgab und lediglich 16 % hält, verzeichnete in den ersten drei Monaten einen Gesamtumsatz von 1,131 Milliarden Euro – ein ordentlicher Sprung von 12,5 % (21,5 % vor Wechselkursen).

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