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Veröffentlicht am
09.04.2014
Lesedauer
2 Minuten
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PVH steigt bei Kapital von Karl Lagerfeld ein

Veröffentlicht am
09.04.2014

Die amerikanische PVH-Gruppe steigt mit einer Minderheitsbeteiligung bei der Marke Karl Lagerfeld ein. 2010 ist die Marke nicht mit seinem Mutterunternehmen Tommy Hilfiger von PVH übernommen worden und blieb seither beim britischen Investmentfonds Apax Partners.

Zusammen mit Pier Paolo Righi, der seit 2012 CEO des Unternehmens ist, verfolgt Apax Partners die Neuorientierung der Marke im unteren Luxusbereich und die Entwicklung des Retails in Europa und Asien. „Alle drei Wochen“ soll laut CEO ein neuer Store eröffnen. Die letzten Eröffnungen fanden vergangenen Monat in München und London statt, der größte Concept Store Europas des Unternehmens eröffnete an der Regent Street.

Karl Lagerfeld mit CEO Pier Paolo Righi während der Eröffnung an der Regent Street


Es fehlt jedoch noch ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Retails: der erste Karl-Lagerfeld-Shop in den USA. Der Vertrag mit PVH scheint in diese Richtung zu gehen.
Die Gruppe mit den Marken Tommy Hilfiger, Calvin Klein und Warnaco, dem die Denim- und Unterwäschelizenzen von Calvin Klein gehören, sichert sich durch den Vertrag vorrangiges Recht auf die Lizenz für den nordamerikanischen Markt.

Hilfiger und Lagerfeld hatten übrigens in 2010 nicht alle gemeinsamen Zelte abgebrochen: In Amsterdam befinden sich weiterhin Büros von Hilfiger, indem auch ein Teil des Karl-Lagerfeld-Studios untergebracht ist. Tommy Hilfiger selbst und auch der CEO der Marke Fred Gehring behielten ihre Anteile an Karl Lagerfeld auch nach der Spaltung der Unternehmen in 2010.

PVH erklärte in einer Mitteilung, dass die Minderheitsbeteiligung es erlaube „vom Wachstum der Marke des Designers zu profitieren“. Zum Zeitpunkt des Aufkaufs von Tommy Hilfiger in 2010 war dieses Wachstum noch nicht absehbar. Durch die Erweiterung des Vertriebsnetzes von Karl Lagerfeld sieht es für 2014 jedoch gut aus.

„Wir glauben, dass uns die Erfahrung der PVH-Gruppe bezüglich der Wachstumsstrategien von Lifestyle-Marken sehr nützlich sein werden“, erklärt Righi in einer Mitteilung.

Auch die Erfahrungen im Bereich Sourcing oder Lizenzen könnten Karl Lagerfeld zugute kommen. Die Vertriebsstrategie des Unternehmens wurde seit ihrem Start vor zwei Jahren mehrmals angepasst, besonders nach dem Ende des Lizenzvertrags mit Ittierre in 2012.

Apax Partner unterstützt Karl Lagerfeld übrigens schon seit bald acht Jahren, und damit länger als in der Branche üblich. Wenn sich die Strategie von Karl Lagerfeld auszahlt und das Unternehmen (endlich) profitabel wird, könnte der Fonds sich von der Marke zurückziehen. Dann wäre PVH gut platziert, um seinen jetzigen Anteil auf eine Mehrheitsbeteiligung auszuweiten.

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