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Von
Reuters
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
06.11.2017
Lesedauer
2 Minuten
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Ralph Lauren: Umsatzerlöse übertreffen Schätzungen der Wall Street

Von
Reuters
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
06.11.2017

Der Ralph Lauren Konzern konnte seinen Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal stärker verbessern, als die Wall Street-Analysten zuvor annahmen. Das Unternehmen verkaufte mehr Luxusartikel zum vollen Preis und ergriff wirksame Maßnahmen zur Kosteneindämmung. Dadurch kletterte der Aktienwert am Donnerstag um über 5 Prozent in die Höhe.
 

Der Umsatz fiel um 9Prozent auf USD 1,67Milliarden - Ralph Lauren


Das für seine Poloshirts und Tweedjacken bekannte Unternehmen setzt einen auf zwei Jahre angelegten Turnaroundplan um, der angesichts der steigenden Margen- und Umsatzentwicklung im Vertriebsnetz offensichtlich Wirkung zeigt.

"Es flackert ein kleines Licht am Ende des langen Tunnels von Ralph Laurens Neuerfindung", erklärt der Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens GlobalData Retail, Neil Saunders.

Der Aktienwert des Labels stieg um 5,4 Prozent auf USD 94,28 (EUR 81,20) pro Aktie. Die Anteile von Macy’s Inc. und Kohl’s gewannen fast 2 Prozent an Wert, bei Gap ergab sich ein Plus von 1,5 Prozent.

Angesichts der schwierigen Lage im Einzelhandelsmarkt, mit konkurrenzstarken Fast Fashion-Labels und schwindenden Besucherzahlen in Einkaufszentren und Läden zugunsten des immer beliebteren Onlineshoppings, werden herkömmliche Marken herausgefordert.

Der Luxus-Einzelhändler hatte auch mit den Folgen seiner Entscheidung zu kämpfen, Kaufhäusern und preisaggressiven Einzelhändlern wie TJX zu erlauben, seine Produkte mit hohen Rabatten zu vertreiben.
 
Um das Image als Luxusmarke bei seinen Kunden zu verteidigen, startete Ralph Lauren einen zweijährigen Turnaroundplan, um Kosten einzudämmen. In diesem Rahmen reduzierte das Unternehmen das Inventar von Kaufhäusern und Outlet-Stores, schaffte Arbeitsplätze ab und straffte die Managementstruktur, um den bürokratischen Aufwand zu verringern.

"Wir sind überzeugt, dass diese Korrekturmaßnahmen notwendig sind, auch wenn sie dem Unternehmen beim Umsatz zunächst weitere rote Zahlen bescheren", so Saunders.

Die Nettoeinnahmen des Unternehmens mit Sitz in New York stiegen im zweiten Quartal (Stichtag: 30. September) von USD 45,7 Millionen (EUR 39,4 Mio.) bzw. USD 0,55 (EUR 0,47) pro Aktie im Vorjahr auf USD 143,8 Millionen (EUR 129,9) bzw. USD 1,75 (EUR 1,51) pro Aktie.

Die bereinigte Bruttomarge verbesserte sich im zweiten Quartal um 3 Prozent, der Stückerlös um 5 Prozent.

Mit einem Betriebsergebnis vor Ergebnisbelastungen von USD 1,89 übertraf das Unternehmen die Schätzungen der Wall Street-Analysten um 10 Prozent.

Der Umsatz fiel um 9 Prozent auf USD 1,67 Milliarden (EUR 1,44 Mrd.), was sich teilweise durch Entscheidungen im Zusammenhang mit Kaufhäusern und Outlets erklären lässt. Doch auch dieser Wert übertrifft die Schätzungen der Analysten von Thomson Reuters I/B/E/S, die mit einem Betrag in Höhe von USD 1,65 Milliarden (EUR 1,42 Mrd.) rechneten.

Der Konzern hob deshalb die Untergrenze der Margenprognose an, die bislang 9 bis 10,5 Prozent betrug und neu bei 9,5 Prozent bis 10,5 Prozent angesetzt wird.

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