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Tomas Maier stellt sein Label ein

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
today 25.06.2018
Lesedauer
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Tomas Maier stellt die Tätigkeit seiner 1997 gegründeten Prêt-à-porter-Marke ein, die zunächst auf Bademode und Strickwaren spezialisiert war. In wenigen Zeilen kündigte Kering an, "die Partnerschaft mit der Marke zu beenden und die Aktivitäten des Unternehmens einzustellen". Der Luxuskonzern hatte sich im Jahr 2013 über ein Joint Venture am Label beteiligt.

Ein von Tomas Maier entworfener Look - tomasmaier.com


Das Label Tomas Maier, das im Laufe der Jahre sein Angebot erweitert und sich zur modernen Luxus-Lifestyle-Marke entwickelt hatte, gab nie genaue Details zum Umsatz bekannt. Die Marke hatte vier Geschäfte in den USA und war bei rund 100 Wiederverkäufern vertreten. Nach Angaben der amerikanischen Presse betrug der Umsatz nicht mehr als 10 Millionen Dollar.
 
Zwischen 20 und 30 Mitarbeiter seien betroffen, doch Kering versicherte, dass es "in den kommenden Monaten alles daran setzen wird, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter des Unternehmens in Abstimmung mit den lokalen Arbeitnehmervertretungen zu sichern".

Diese Ankündigung erfolgt nur kurze Zeit nachdem Thomas Maier die kreative Leitung der Marke Bottega Veneta, einem weiteren Label der Kering Gruppe, aufgegeben hatte.

Der deutsche Designer, der zuvor für Guy Laroche, Sonia Rykiel und Hermès tätig war, hatte es Bottega Veneta ermöglicht, weit über die hochwertig geflochtene Ledertasche hinaus zu wachsen und den Umsatz in 17 Jahren von 50 Millionen Euro auf über 1 Milliarde Euro zu steigern. In letzter Zeit verzeichnete das Modehaus jedoch einen rückläufigen Umsatz und sinkende Gewinne.
 
Die Entscheidung, das Label aufzugeben, passt zur neuen Strategie von Kering, das die Rationalisierung seiner Vermögenswerte zu beschleunigen scheint und sich hauptsächlich auf die profitabelsten Luxusmarken in seinem Portfolio konzentriert – von Gucci über Balenciaga bis Saint Laurent. In den letzten Monaten hat die Luxusgruppe ihren Anteil an Puma sowie an Stella McCartney verkauft und erst kürzlich Gespräche über den Verkauf ihrer Anteile an Christopher Kane angekündigt.

 

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