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Veröffentlicht am
26.08.2018
Lesedauer
3 Minuten
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Uniqlo plant schnelle Expansion in Asien und äußert sich zu Roger Federer-Deal

Veröffentlicht am
26.08.2018

Uniqlo hat die Gründe für die Unterzeichnung von Roger Federer zu einem 300 Millionen US-Dollar umfassenden Werbevertrag erläutert und äußerte sich auch über seine Expansionspläne in Asien.

Uniqlo


Die Marke konnte Federer für einen 10-Jahres-Vertrag gewinnen, was bei Analysten zu der Frage führte, warum ein Modeunternehmen, das nicht für seine Kompetenz im Sportbereich bekannt ist, große Summen in einen Tennisstar investiert, der kurz vor dem Ende seiner Sportkarriere steht.

John Jay, der globale Kreativdirektor der Marke, sagte, dass die Zusammenarbeit "viel größer sei als der Sport", da Federer einen Beitrag zum Design leisten würde und einen großen Einfluss auf das Marketing haben wird, da er die Kleidung der Marke sowohl auf dem Tennisplatz sowie außerhalb tragen werde.

In einem Interview mit dem Wall Street Journal fügte Jay hinzu: "Wir entwickeln High-Performance-Kleidung für alle abseits des Platzes, und wir möchten zeigen, dass unsere Technologie gut genug für einen Athleten ist."

Nicht, dass eine Tennisverbindung für Uniqlo völlig überraschend gewesen wäre, nachdem die Marke schon Novak Djokovic, der jetzt Markenbotschafter von Lacoste ist, ausgestattet hatte. Dennoch war es eine Überraschung, dass Federer seine Partnerschaft mit Nike nach zwei Jahrzehnten beendete.

Es ist interessant, dass Jay auch das Image von Federer als Privatperson fernab des Tennisplatzes ansprach und es als Teil seines Erfolgs betrachtet. "Es gibt ein gewisses Maß an Diskretion und Privatsphäre, die wir schätzen", sagte er. "Natürlich betreiben wir ein Geschäft, aber wir respektieren diesen Teil seines Lebens sehr. Eines Tages wird er sich vom Tennis zurückziehen, aber er zieht sich nicht aus dem Leben zurück."

Unterdessen sagte Federer, dass sein Interesse für Mode und Reisen sowie seine Affinität zu Asien, ihn zu einem starken globalen Botschafter für die Marke machen.

"Was mich wirklich ansprach, als ich mit Uniqlo verhandelte, war, dass sie mich nicht nur als Sportler, sondern auch als Person mit Interessen und Leidenschaften jenseits des Sports respektierten", sagte er gegenüber WSJ. "Ich muss schließlich über das Leben nach dem Tennis nachdenken und Uniqlo passte dafür als Partner ideal."

Natürlich wird der Federer-Deal dazu beitragen, Uniqlos Profil in den USA und Europa zu schärfen. Aber das Unternehmen konzentriert sich auch stark auf das Geschäft in Asien und plant, die Zahl seiner Filialen in Südostasien und Ozeanien bis 2022 auf etwa 400 zu verdoppeln.

Ein leitender Angestellter sagte diese Woche, dass Uniqlo das Stand-Alone-Konzept in den Vorstadtbereichen forcieren würde und seine Reichweite in den Malls erhöhen werde, um die Einnahmen der Region bis 2022 auf 300 Milliarden Yen zu verdreifachen.

"Wir haben unser erstes Straßengeschäft im März in der ASEAN in Thailand eröffnet, und das war ein großer Erfolg", sagte Satoshi Hatase, Senior Vice President des Markenunternehmens Fast Retailing, gegenüber der Nikkei Asian Review in einem Interview.

Ein zweites eigenständiges Geschäft wurde in Thailand bereits geplant und die nächsten Länder auf der Liste, die bei der rasanten Expansion sorgen sollen, sind die Philippinen und Malaysia.

Wenn Uniqlo sein Ziel von 400 Geschäften erreicht, wäre es größer als globale Konkurrenten wie Zara oder H&M in dieser Region.
 

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