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VF Corp: Schwache Denim-Margen sorgen für Aktieneinbruch

Von
Reuters
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 07.05.2018
Lesedauer
access_time 3 Minuten
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Die Aktien der VF Corp verloren am Freitag bis zu 4,5 Prozent an Wert, da sich Anleger um die Gewinnmargen des Denimangebots sorgten. Denn wichtige Abnehmer wie Walmart setzen vermehrt auf Handelsmarken.


Starke Nachfrage bei Vans trug zum positiven Ergebnis im ersten Quartal bei - Instagram: @vans


An der Telefonkonferenz zu den Finanzergebnissen des ersten Quartals äußerte sich eine Analystin angesichts des elfprozentigen Rückgangs im globalen Geschäft der Jeanstochter Lee besorgt: "Was müsste sich da ändern, um eine stabilere Wachstumsrate zu sehen?", wollte Erinn Elisabeth Murphy, Analystin bei Piper Jaffray, wissen. "Mir ist bewusst, dass Sie daran arbeiten, um die Kostenbasis zu restrukturieren. Doch wie soll sich das operative Ertragswachstum in den kommenden paar Jahren entwickeln?"

Im Vergleich zum Vorjahreswert stieg der Quartalsumsatz von VF getragen durch den guten Absatz bei Vans, einer starken Nachfrage für Bekleidung von North Face und besseren Online-Ergebnissen um 22 Prozent. Der Gewinn ohne Sondereinflüsse wurde den Erwartungen der Wall Street-Analysten nur knapp gerecht. Die Geschäftsführung betonte jedoch, dass vor allem Margensteigerungen und Restrukturierungsinvestitionen im Fokus stünden.

"Ich weiß, dass Walmart einer der Hauptverantwortlichen war", so Ed Yruma, Geschäftsführer von KeyBanc Capital Markets. "Das Unternehmen stützt sich stärker auf Handelsmarken, was eine Art chronischen Schmerzpunkt darstellte".

CEO Steve Rendle erklärte den Analysten während der Telefonkonferenz, dass VF für das Geschäftsjahr 2019 mit einer relativ verhaltenen Umsatzentwicklung rechneten. VF habe die Bemühungen zur Förderung der stärksten Marken des Konzerns verstärkt.

"Wir konzentrieren uns stark darauf, das explosive Wachstum bei Vans zu stützen und zu fördern, wie auch die positive Dynamik bei The North Face zu begleiten. Weiter fokussieren wir auf die Redynamisierung des Wachstums bei Timberland in Nordamerika", so Rendle.

Ausschließlich vergleichsstörender Posten erzielte VF im vergangenen Quartal einen Ertrag von USD 0,67 (EUR 0,56) pro Aktie und übertraf die Schätzungen von Thomson Reuters I/B/E/S somit um USD 0,01 (EUR 0,008). Der Umsatz verbesserte sich um 22 Prozent auf USD 3,05 Milliarden (EUR 2,56 Mrd.). Analysten waren durchschnittlich von einem Wert von USD 2,92 Milliarden (EUR 2,45 Mrd.) ausgegangen. Das Unternehmen mit Sitz in Greensboro NC erklärte, es habe nicht zuletzt für The North Face mehr Produkte über Amazon absetzen können.

Der Reinertrag sei von USD 209,2 Millionen (EUR 175,6 Mio.) bzw. USD 0,50 (EUR 0,42) pro Aktie im Vorjahr auf USD 252,8 Millionen (EUR 212,1 Mio.) bzw. USD 0,63 (EUR 0,53) angestiegen.

Nach der Gewinnmitteilung sank der Aktienwert um bis zu 4,5 Prozent. Um 16.58 Uhr GMT betrug der Verlust 3,2 Prozent (USD 75,92 bzw. EUR 48,58).

Ziel von VF ist es nun, das Direct-to-Consumer-Geschäft sowie Direktinvestitionen in Asien anzukurbeln, Schwerpunkt dabei sein China. "Ich habe Anzeichen darauf gesehen, dass die Maßnahmen erste Früchte tragen, doch hat sich die Situation der Jeansbranche nicht grundlegend verändert. Dieselbe Geschichte, über die wir bereits seit einem Jahr diskutieren, ist immer noch aktuell", so CFO Scott Roe.

Der Konzern prognostiziert für das Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von USD 13,45 bis 13,55 Milliarden (EUR 11,28 bis 11,37 Mrd.) und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von USD 3,48 bis 3,53 (EUR 2,92 bis 2,96). Die Analysten von Thomson Reuters I/B/E/S gehen von einem bereinigten Ergebnis von USD 3,48 (EUR 2,92) pro Aktie und einem Umsatz in Höhe von USD 13,30 Milliarden (EUR 11,16 Mrd.) aus.
 

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