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137 Veröffentlichte Einträge, die die Begriffe oder Ausdrücke Bailey in News, Trends, Videos, Fotogalerien, Kalender enthalten, "absteigend nach Datum sortiert".

  • Heute kurs vor sechs Uhr meldete die BBC „UK votes to leave the European Union“. An der vorläufigen Hochrechnung hat sich in den nächsten Stunden nicht viel getan: Die Mehrheit - konkret 51,9% - der registrierten Wähler stimmten dafür, die EU zu verlassen. Die Brexit-Gegner unterlagen mit 48,1%. Wie erwartet reagierten die Märkte umgehend: Japans Nikkei im Brexit-Schock (-8%). Der DAX gab nach Eröffnung um 10% nach, konnte sich aber wieder auf ein Minus von 7% „erholen“. Der Kurs des Britischen Pfunds befand sich im freien Fall und stürzte auf den niedrigsten Stand seit 1985 ab. Der Euro gab ebenfalls deutlich nach. Die Rating-Agentur Standard & Poor kündigte an, dass Großbritannien wahrscheinlich sein AAA-Ranking verlieren könne.In England selbst, scheinen sich die Mode- und Handelsunternehmen in einer Art Schockstarre zu befinden. Handelsgrößen wie WH Smith, Next und Marks & Spencer mussten wie alle Kurse Einbußen hinnehmen - offenbar befürchtet man, dass die Entscheidung sich auch kurzfristig negativ auf das Konsumverhalten auswirken wird. Selbst bekennende Befürworter der EU - wie Burberry’s CEO Christopher Bailey - hielten sich mit Kommentaren und Prognosen zurück. Sein Unternehmen könnte vielleicht sogar von Brexit und dem schwächeren Pfund profitieren. Experten rechnen damit, dass der Brexit Großbritannien für Touristen deutlich günstiger macht und so mehr Geld für ein kariertes Mitbringsel der Luxusmarke zur Verfügung stünde. Einzig der Onlineversender Asos reagierte ungewöhnlich: Die Seite war für Stunden nicht erreichbar - ein  Zusammenhang mit dem Brexit bestand allerdings nicht, vielmehr war ein Stromausfall schuld.Designerszene enttäuschtGrundsätzlich hatte sich die britische Mode- und Designerszene für einen Verbleich in der Union ausgesprochen. Führende Persönlichkeiten wie u.a. Vivienne Westwood, Alexa Chung, Mary Katarantzou oder Sophia sprachen sich deutlich für „IN“ aus - doch wurden offenbar nicht erhört. „Es gab eine überwältigende Unterstützung von unseren Designer, in der EU zu bleiben, und sie sind zweifelsohne schockiert und resigniert durch das heutige Ergebnis“, so Caroline Rush, CEO des führenden Modeverbands British Fashion Council (BFC).Only 9 days left until the vote. It only takes 5 seconds!!! #dontfuckmyfuture #voteEin von Vivienne Westwood (@viviennewestwoodofficial) gepostetes Video am 14. Jun 2016 um 2:11 UhrDeutsche Unternehmen in WartestellungDie deutschen Mode- und Handelsverbände reagierten ebenfalls nervös angesichts der Entscheidung und wollen sich rasch auf die neue Situation einstellen - schließlich ist Großbritannien aktuell der fünfwichtigste Handelspartner der Deutschen und der Markt, mit dem Deutschland den zweitgrößten Außenwirtschaftsüberschuss erwirtschaftet. Laut HDE-Präsident Josef Sanktjohanser schwächt der Brexit den europäischen Binnenmarkt. Er rechnet damit, dass sich die Rahmenbedingungen für die Aktivitäten deutscher Einzelhändler in Großbritannien verschlechtern werden, etwa durch die Wiedereinführung von Zöllen oder Wechselkursschwankungen. Die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) hält die Entscheidung „für eine Katastrophe“. Hauptgeschäftsführer Jens Nagel glaubt, dass der mindestens zweijährige Abnabelungsprozess schwierig, teuer und nicht schmerzlos vonstattengehen wird. Auch er rechnet mit neuen technischen Handelshemmnissen, unterschiedlichen Normen und Standards (bspw. im Bereich Umwelt- und Verbraucherschutz) und sogar neuen Zöllen. Auch für den größte Mode- und Textilverband Südwesttextil bedeutet das Brexit-Votum ein „böses Erwachen“. Eine Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen hatte ergeben, dass die Industrie nach d...

    Brexit trifft wohl auch die Modebranche
  • Dass es bei Burberry schon länger nicht mehr im zweitstelligen Bereich boomt wie einst, ist bekannt. Im letzten Geschäftsjahr 2015/16 (Stichtag: 31. März) stagnierten die Umsätze bei 2,5 Mrd. Pfund (-1%) und der Nettogewinn brach um über 8% auf 310 Mio. Euro ein. Die Gründe für den Umsatzeinbruch lagen in der schwachen Nachfrage im Großraum China, dem sinkenden Absatz im Heimatmarkt UK, den stagnierenden Verkaufszahlen in den USA sowie weniger Touristen in Europa, die als Folge der Terroranschläge den alten Kontinent mieden und auch damit auch hier nicht auf Einkaufstour gingen. Auch Burberry will das attraktive margenstarke Taschengeschäft stärker penetrierenCEO Christopher Bailey, der gleichzeitig als Chief Creative Officer agiert, verkündete daraufhin bereits im Mai ein Sparprogramm, mit dem bis 2019 mindestens 100 Mio. Pfund eingespart werden sollen - ohne natürlich am Image der 160 Jahre alten Marke zu kratzen. Burberry verweist dabei darauf, dass der globale Luxusmarkt in den nächsten fünf Jahren nur schwach mit 1-2% statt der bislang durchschnittlichen 7% wachsen werde und man sich darauf einstellen muss. Was das Sparprogramm konkret vorsieht, blieb unklar: Ungefähr die Hälfte des Betrages sollen durch „signifikante Veränderungen in der Arbeitsweise etwa durch eine Verringerung der Komplexität und die Vereinfachung von Prozessen“. Im Nachgang zur Ankündigung, das Markenportfolio zu straffen und sich allein auf die Kernmarke zu konzentrieren, dürfte dies logische Konsequenz sein. Gleichzeitig plant das Unternehmen sich stärker auf lukrative, aber noch unterpenetrierte Produktkategorien wie Taschen zu konzentrieren und das Onlinegeschäft stärker für sich zu nutzen. Auch neue damit verknüpfte Marketingmaßnahmen wie der Ausrichtung der Catwalk-Schauen auf Endkunden spielen dort hinein. Außerdem will Burberry wie andere Wettbewerber auch sein Angebot stärker auf die Bedürfnisse der regional unterschiedlich geprägten Kundschaft ausrichten. „Wir sehen weiterhin großartige Möglichkeiten und haben ambitionierte Pläne, um die Umsätze zukünftig zu steigern, die Produktivität zu erhöhen und eine effizientere Organisation zu schaffen“, gibt sich Bailey kämpferisch. Dabei nahm er selbst einen 75%-igen Abschlag auf das eigene Gehalt hin. Hatte er im letzten Jahr noch 7,5 Mio. Pfund verdient, waren es nun nur noch 1,9 Mio. Pfund. Einen Bonus oder eine Gehaltserhöhung hatte er sich angesichts der mauen Geschäftsergebnisse offenbar nicht verdient.Eigentlich bräuchte Bailey jetzt jemanden, der ihm in den nächsten Jahren, wenn er sein Sparprogramm durchziehen will, zur Seite steht. Auf den langjährigen COO John Smith muss er allerdings verzichten. Der kündigte an,...

    Burberry verordnet sich ein Sparprogramm
  • Vivienne Westwood Paul Smith Mary KatrantzouKurz vor dem Ende kann man schon mal beginnen, die London Fashion Week (LFW) Revue passieren zu lassen - immerhin wurden die meisten der 83 Designer schon gezeigt. Und während die Stimmung in New York letzte Woche wegen der künftigen neuen Konsumentenausrichtung irgendwo zwischen Unsicherheit und Erwartung schwankte, präsentiert sich die britische Metropole dieser Tage selbstbewusst wie nie.Die Voraussetzungen Londons als Modestadt sind exzellent: Die Stadt oder besser deren Fashion-Szene verfügt mit dem British Fashion Council (BFC) über ein einflussreiches Organ und viele prominente Fürsprecher. Das kommt nicht von ungefähr: Die britische Modeindustrie steuert 26 Mrd. Pfund zum Bruttoinlandsprodukt bei (Tendenz steigend) und beschäftigt über eine dreiviertel Million Menschen in ihren Reihen. Die Londoner Designerriege ist längst nicht so überaltert wie in Mailand oder Paris, auch wenn es mittlerweile bereits die 63. Ausgabe ist, und bietet doch gleichzeitig international zugkräftige Namen mit denen Berlin (noch) nicht aufwarten kann. Zudem orientierte sich der Londoner Stil größtenteils von jeher auch immer am Konsumenten statt Begehrlichkeiten im kreativen Luxus-Elfenbeinturm zu nähren, so dass der Ankündigungen wie von Burberry, die Schauen für Endkunden zu veranstalten, weniger Panik erzeugte als in New York oder Paris. Die Themsen-Metropole geht den Weg sogar mit, zumindest teilweise und lässt die Schauen auf 60 Leinwänden im ganzen Land streamen, um so geschätzten 35 Millionen Briten für das Spektakel zu begeistern.Einen weiteren Schub bekam die London Fashion Week von Natalie Massenet, der Gründerin des Onlinehändlers Net-a-Porter, die jetzt in den Adelsstand erhoben wurde. Als BFC-Chairwoman sei sie „ungeheuer stolz“ darauf, Londons Reputation damit zu stärken, die internationale Modewelt durch Technologie aufzubrechen. „Wir machen London jetzt zur Hauptstadt von Mode und Technologie“, sagte sie in ihrer Dankesrede.The weird and the wonderful: Ein kleiner Rückblick auf die KollektionenDie Eröffnung der London Fashion Week erfolgte durch die Londoner Designerin Sadie Williams, gefolgt von der heiß erwarteten Show der koreanischen Saint Martins-Absolventin J. JS Lee. Später am Abend folgten dann noch DAKS, Strickkönig Paul Costelloe und Charlotte Olympia mit ihrer düsteren Schuh- und Accessoires-Show mit dem Retro-Titel: „The Girl who fell to Earth“. Simone Rocha spielte am Samstag mit Maxilängen, Tüll, Spitze, Stickereien und zarten Goldapplikationen. J.W. Anderson zeigte technokratische Cocktailmode - steif beim Tragen, cool im Auftritt. Viele Besucher zeigten sich enttäuscht über die einstündig verspätete Show von Gareth Pugh, der auf Schulterpolster, scharfe Schnitte und eine Hannibal-Lecter-Maske setzte - alles in allem überzogen, aber nicht kreativ.Der Sonntag startete mit einer opulent-verträumten Kollektion von Preen by Thornton Bregazzi mit Models, die das Duo selbst als „Poetry Groupies“ betitelte. Auch Mary Katrantzou ließ sich literarisch inspirieren und schickte eine Comic- und Western-inspirierte Kollektion über einen silbergalaktischen Laufsteg. Johnny Cocas Debüt bei Mulberry machte Spaß: Street-Chic - ehrlich, tough und irgendwie englisch, ohne natürlich den Fokus von der Cash-Cow - der Tasche - zu nehmen. Die Rückkehr von Sarah Burton und Alexander McQueen wurde heiß erwartet, aber durchwachsen aufgenommen: Einige lobten ihre düster-romantische Chiffon-Organza-Orgie, für andere war die Kollektion schlichtweg unpraktisch, schwer und zu wenig „contemporary“.Roksanda (mittlerweile ohne Ilincic) feierte heute ihr Handtaschen-Debüt und auch die Kollektion war aufgrund der schwingenden Ärmel, Samtschleifen und Pierrotkragen auch nostalgisch-romantisch. Erdem feierte (zu Recht) sein zehnjähriges Jubiläum: Seine vom Hollywood der 20er, 30er Jahre inspirierte Kollektion war stimmig, delikat, mit einem Hauch Dramatik. Für die letzte, nicht-instant-erwerbliche Kollektion von Burberry ließ sich Christopher Bailey von der Londoner Bloomsbury Gruppe inspirieren: Fortschrittlich, streitsam, literarisch wie sexuell aktiv: Die Strenge militärischer Mäntel wurden mit Lurex und schimmernden Kleidern und verspielten Details aufgebrochen.Fotos: Courtesy des British Fashion Council  // J.W. ...

    London ist Mode- und Tech-Hauptstadt
  • Burberry will Menswear zusammen mit Womenswear präsentieren Zweimal im Jahr wird es einen Mix aus saisonübergreifenden Styles gebenJedes Unternehmen stellt sich auf andere Weise den veränderten Bedingungen im Modegeschäft. Burberry - schon länger experimenteller Vorreiter bei der Verknüpfung von Runway-Shows und digitalem Kundenerlebnis - wendet sich kompromisslos gegen die eingetretenen Pfade der Luxusmodeindustrie. Ab September dieses Jahres wird Burberry sich nicht mehr vom traditionellen, kontrasaisonalen Schauenkalender beeinflussen lassen. Modeschauen soll es weiterhin geben, aber saisongerecht, unmittelbar und persönlich ausgerichtet auf das globale Publikum (und damit sind weniger Einkäufer, sondern Endkunden gemeint). Statt vier Shows soll es nur noch zwei geben, eine im September und eine im Februar - angelehnt an die London Collections. Da CEO und Creative Director Christopher Bailey bereits die drei bisherigen Li...

    Burberry geht konsequent neue Wege
  • In der neuen Burberry Christmas Kampagne (eine Hommage an den Film Billy Elliot) tragen der Rocker James Bay und Model Rosie Huntington-Whiteley bereits unterschiedliche Linien von BurberryHeute teilte Burberry mit, dass die bisherigen drei Linien - die auf der LFW gezeigte RTW-Collection (mit dem unaussprechlichen Namen) „Prorsum“, die Trench-Sammlung „London“ und die Casualwear-Linie „Brit“ - unter dem einzigen Markenamen „Burberry“ auftreten werden. Die Veränderung soll schrittweise bis Ende 2016 vollzogen werden. Damit schlägt auch das britische Traditionsunternehmen die Richtung ein, für die sich auch schon Dolce & Gabbana, Donna Karan und Marc Jacobs entschieden haben: Das Ende unterschiedlicher High-End-Haupt- und erschwinglicher Zweitlinien.Laut CEO und Kreativchef Christopher Bailey ist dieser Schritt nicht nur eine kosmetische Maßnahme, sondern eine "echte Wandelung". Mit der Konzentration auf den Namen „Burberry“ soll die Präsentation aller Produkte, egal welcher Preiskategorie, vereinfacht werden. Der Name Burberry soll zukünftig für das britische Design-Erbe des Hauses stehen und herausstellen, dass alle Produkte in England entwickelt wurden. „Das Verhalten der Luxuskunden entwickelt sich weiter. Ihr Stil ist durchlässiger geworden und spiegelt die Art und Weise wider, wie sie einkaufen. Die Veränderungen, die wir machen, ermöglichen es uns, darauf intuitiver einzugehen. Durch die Vereinheitlichung der drei Linien unter einem Label können wir eine konsistentere Erfahrung der Burberry Kollektionen anbieten“, so Bailey. Die Produktpalette und der Preis-Mix sollen bis auf die Namensveränderung größtenteils unverändert bleiben.Der Burberry-Trench ist weiter "Made in England"Gleichzeitig teilte Burberry mit, dass das Unternehmen 50 Mio. Pfund in eine neue Produktionsstätte...

    Burberry vereint drei Linien unter einem Dach